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Millionenförderung für automatisierte Auswertungsmethoden medizinischer Bilddaten

Dienstag, 29. Oktober 2019

/dpa

Freiburg – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert in den kommenden drei Jahren ein neues Schwerpunktprogramm „Radiomics: Nächste Generation der medizinischen Bildgebung“ mit mehr als acht Millionen Euro. Koordinator des Programms ist Fabian Bamberg, Ärztlicher Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Freiburg.

Die Forscher wollen im Rahmen des Programms automatisierte Auswertungsmethoden medizinischer Bilddaten entwickeln, um so neue Bildinformationen für die Diagnostik nutzen zu können.

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„Mit künstlicher Intelligenz und Radiomics können wir in der Radiologie schon heute Veränderungen, etwa in Gewebestrukturen, sehr viel schneller analysieren oder sogar erst entdecken, was dem menschlichen Auge verborgen bleibt. Dadurch wird sich die Diagnostik beschleunigen und verbessern“, erläutert Bamberg. Eine wichtige Rolle dürften dabei sogenannte Deep-Learning-Verfahren spielen, die eine automatisierte und im besten Falle genauere Analyse von Bildinformationen ermöglichen sollen. „Durch die Förderung, Bünde­lung und Vernetzung der in Deutschland vorhandenen Expertisen werden wir die Ent­wicklung dieses jungen Wissenschaftsfelds entscheidend voranbringen“, so Bamberg.

Deutschlandweit fördert die DFG im Rahmen des Schwerpunktprogramms 17 Projekte. Am Universitätsklinikum Freiburg sind die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, die Abteilung Medizin-Physik sowie das Institut für Epidemiologische Genetik beteiligt. Weitere Projekte werden in München, Tübingen, Stuttgart, Mannheim, Heidelberg, Köln, Bonn, Jülich, Essen, Bremen, Berlin und Leipzig durchgeführt.

„In Zukunft wird es immer einfacher werden, extrem große und komplexe Datensamm­lungen nach sehr spezifischen Mustern zu durchsuchen. So können vergleichbare Patien­tenfälle und geeignete Therapien gesucht werden. Die Radiologie wird damit ein wesent­licher Baustein auf dem Weg zur personalisierten Medizin“, so Bamberg. © hil/aerzteblatt.de

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