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Politik

Gewerkschaften fordern stärkere Entlastung für Kinder von Pflegebedürftigen

Freitag, 1. November 2019

/Rawpixel.com, stock.adobe.com

Hamburg – Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert eine stärkere Entlastung von Kindern pflegebedürftiger Eltern. Das berichtet der Spiegel" vom Samstag). Ein Gesetzentwurf sieht vor, dass Kinder künftig erst dann für die Pflegekosten ihrer Eltern aufkommen müssen, wenn ihr Jahreseinkommen 100.000 Euro brutto überschreitet.

In einer Stellungnahme für den Bundestag schreibe der DGB: "Die 100.000 Euro sollten dynamisiert werden." Der Betrag solle jährlich angepasst werden und sich am Anstieg der durchschnittlichen Löhne orientieren. Eine Grenze von 100.000 Euro habe schon gegolten, als im Jahr 2003 die Grundsicherung im Alter eingeführt worden sei. Nach Vorstellungen des DGB müsse sie heute eher bei 112.000 Euro liegen, schreibt der Spiegel.

Im Grundsatz begrüße der DGB die Neuregelung. Mit ihrem Gesetz wolle die Koalition vermeiden, dass Pflegebedürftige sich schämten, Sozialleistungen zu beantragen, weil sie einen Rückgriff auf Einkommen ihrer Kinder fürchteten. Diese Dunkelziffer sei "sehr hoch", so der DGB. Die Neuregelung soll auch für Eltern erwachsener Kinder mit Behinderungen gelten.

© kna/aerzteblatt.de

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