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Ärzteschaft

Honorarumsätze der Niedergelassenen im ersten Halbjahr 2017

Freitag, 1. November 2019

/Nuthawut, stock.adobe.com

Berlin – Von Januar bis März 2017 sind die Honorarumsätze der niedergelassenen Ärzte und psychologischen Psychotherapeuten um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Im zweiten Quartal 2017 verzeichneten sie dagegen ein Minus von einem Prozent. Das geht aus zwei neuen Honorarberichten der Kassenärztlichen Bundes­vereinigung (KBV) für das erste Halbjahr 2017 hervor.

Grund für die gegenläufige Tendenz war laut den Berichten die Lage der Osterfeiertage: Im Jahr 2016 lagen sie im ersten Quartal, 2017 dagegen im zweiten Jahresviertel.

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Erstes Quartal 2017: Im Bundesdurchschnitt verzeichneten alle Ärzte und Psycho­therapeuten im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Zuwachs des Honorarumsatzes je Arzt um 2,0 Prozent. Der Honorarumsatz je Behandlungsfall ist um 0,8 Prozent gestiegen. „Zu den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) mit den größten Zuwächsen des Honorar­umsatzes je Arzt gehören Schleswig-Holstein (+4,2 Prozent), Thüringen (+4,1 Prozent), Sachsen-Anhalt (+3,9 Prozent) und Nordrhein (+3,6 Prozent). Ein Rückgang des Honorarumsatzes je Arzt ist für die KVen Rheinland-Pfalz (-1,2 Prozent) und Berlin (-0,5 Prozent) zu berichten“, heißt es in dem Bericht.

Die Behandlungsfallzahl je Arzt ist auf Bundesebene im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,2 Prozent gestiegen.

Deutliche Rückgänge weist der Honorarbericht für das erste Quartal 2017 bei den psychologischen Psychotherapeuten (-6,6 Prozent) und ärztlichen Psychotherapeuten (-4,5 Prozent) aus. Der Grund ist laut der KBV, dass im Vergleichsquartal Nachzahlungen für mehrere Quartale zu einem außergewöhnlichen Anstieg des Umsatzes geführt hatten.

Zweites Quartal 2017: In diesem Quartal verzeichneten alle Ärzte und Psychotherapeuten im Bundesdurchschnitt im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Rückgang des Honorar­umsatzes je Arzt um 1,0 Prozent. Der Honorarumsatz je Behandlungsfall ist allerdings um 3,2 Prozent gestiegen. Insgesamt betreuten die Ärzte und Psychotherapeuten in diesem Quartal feiertagsbedingt aber 4,0 Prozent weniger Behandlungsfälle.

„Zu den KVen mit den größten Rückgängen des Honorarumsatzes je Arzt gehören Bayern (-4,8 Prozent), Bremen und Sachsen (jeweils -3,5 Prozent). Ein stärkerer Zuwachs des Honorarumsatzes je Arzt ist für die KVen Rheinland-Pfalz (+4,7 Prozent) und Nordrhein (+2,1 Prozent) zu berichten“, heißt es in dem Bericht. © hil/aerzteblatt.de

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