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Rostocker Unirektor fordert klare Prioritäten für Hochschulbildung

Montag, 4. November 2019

Historisches Hauptgebäude der Universität Rostock /picture alliance / Robert B. Fishman

Rostock – Der Rektor der Universität Rostock, Wolfgang Schareck, setzt bei der Entwicklung der Universität hin zur Exzellenz auf mehr finanzielle Unterstützung durch die Landes­regierung. Er habe Verständnis für den Weg, möglichst einen schuldenfreien Haushalt aufzustellen. „Ich glaube aber, man müsste noch klarer Prioritäten für die Hochschulbildung setzen“, sagte Schareck vor dem Akademischen Jahresempfang der Wissenschafts- und Hochschulregion Rostock am vergangenen Samstag. „Da müssen wir in Vorleistung gehen.“ Andernfalls gerate das Land in Gefahr, weiter zurückzufallen.

Schareck zog dabei Parallelen zum Fußball: „Abhängig von Größe, Finanzierung, Akquise von ausgezeichneten Persönlichkeiten, einem hochpotenten Netzwerk und Drittmitteln sind Topteams der Ersten Liga Aspiranten für die World Champions League.“ Die Rostocker Uni liege mit ausgezeichneten außeruniversitären Partnern und einigen „Hidden Champions“ in der Spitzengruppe der Zweiten Liga. „Wir gewinnen gelegentlich überraschend, aber für die Erste Liga sind wir zu klein und haben zu wenig Finanzierung.“

Allerdings sähen etwa die Perspektiven für eine umfassende Digitalisierung bereits beim Aufbau der notwendigen Infrastruktur düster aus. Diese Infrastruktur sei jedoch Voraus­setzung für die Digitalisierung in Lehre, Forschung und Transfer, sagte Schareck. So gebe es die Forderung nach landesweit 50 zusätzlichen Stellen, um nur die digitale Infrastruktur an Hochschulen zu gewährleisten. Forschung und Lehre in der Digitalisierung seien da noch nicht berücksichtigt.

„Wir bekommen keine einzige Stelle. Es ist kein Geld da“, bedauerte der Rektor. In anderen Bundesländern werde in ganz anderen Dimensionen investiert.

Ein Weg hin zur Verbesserung der Situation wäre auch die Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen und Instituten. Als Beispiel nannte Schareck die Meeresforschung, bei der er sich gut ein norddeutsches Cluster vorstellen kann. Hintergrund sei, dass sogenannte Exzellenz-Hochschulen stärker vom Bund gefördert werden und gleichzeitig besser sogenannte Drittmittel einwerben können. © dpa/aerzteblatt.de

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