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Uniklinik-Streik betrifft Hunderte Patienten

Montag, 4. November 2019

Martin Gross, Leiter des Landesbezirks Baden-Württemberg der Gewerkschaft Verdi, spricht während eines Warnstreiks an den Uni-Kliniken im Bundesland, hier in Tübingen. /picture alliance, Sebastian Gollnow

Freiburg/Tübingen/Ulm – Der Warnstreik des nichtärztlichen Personals an den Unikliniken im Südwesten hat heute Hunderte von Patienten getroffen. Allein an der Uniklinik Freiburg wurden 140 Operationen und 800 ambulante Behandlungen verschoben. Notfälle und unaufschiebbare Eingriffe seien davon aber nicht betroffen, teilte die Dienstleistungs­gewerkschaft Verdi mit. Mit Beeinträchtigungen mussten auch Patienten in Ulm und Tübingen rechnen. Insgesamt nahmen 1.800 Beschäftigte an dem Ausstand teil, darunter 1.000 in Freiburg. An der Klinik in Heidelberg ruft Verdi erst morgen zu einem Warnstreik auf.

Die Gewerkschaft hat mit dem Aufruf zu Arbeitsniederlegungen den Druck im Tarifkonflikt für die 25.000 nichtärztlichen Beschäftigten der Unikliniken erhöht. Einen Tag vor der morgigen dritten Verhandlungsrunde forderte Verdi die Arbeitgeber auf, ihr Angebot nachzubessern. Diese bieten bei einer Laufzeit von drei Jahren einen schrittweisen Anstieg der Gehälter um insgesamt fünf Prozent an.

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Pfleger und Pflegehelfer sollen zusätzliche Zulagen erhalten. Verdi verlangt acht Prozent mehr Geld auf eine Laufzeit von 18 Monaten.

Bisher seien die Arbeitgeber lediglich bereit, die Pflege und die Auszubildenden zu stärken. Für die große Mehrheit der Beschäftigten - darunter Laboranten, Therapeuten, Verwaltungs­mitarbeiter und Techniker - bedeute das derzeitige Angebot Stagnation. Die Ärzte an den Kliniken fallen unter einen eigenen Tarifvertrag. © dpa/aerzteblatt.de

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