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Stada kündigt weitere Übernahme an

Dienstag, 5. November 2019

/dpa

Bad Vilbel – Stada baut mit der größten Übernahme der Firmengeschichte sein Engage­ment in Russland aus. Der Arzneimittelhersteller übernimmt für 660 Millionen Dollar (knapp 593 Millionen Euro) ein Medikamentenportfolio des japanischen Konkurrenten Takeda Pharmaceutical, wie Stada heute in Bad Vilbel mitteilte.

Der Deal umfasse 20 rezeptfreie und verschreibungspflichtige Medikamente, darunter Vitaminpräparate, Nahrungsergänzungsmittel sowie Arzneimittel gegen Diabetes, Heiz-Kreislauf-Erkrankungen und Atembeschwerden. Sie wurden demnach bisher in Russland, Georgien, Aserbaidschan, Weißrussland, Kasachstan und Usbekistan verkauft.

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Der größte Zukauf von Stada werde den Konzern als führenden Anbieter „in einem gro­ßen und strukturell wachsenden Markt positionieren“, erklärte Vorstandschef Peter Gold­schmidt. Mit der kreditfinanzierten Übernahme stärke Stada sein Geschäft mit Marken­pro­dukten in Russland und Osteuropa, wo der Arzneimittelhersteller schon gut vertreten ist. Dort hatte das Unternehmen 2018 starke Zuwächse bei rezeptfreien Arzneimitteln ver­bucht, während die Umsätze mit Nachahmerarzneien sanken.

Nach Abschluss des Deals, der im ersten Quartal 2020 geplant ist, sollen etwa 500 Ver­triebs- und Marketingmitarbeiter von Takeda zu Stada wechseln. Die Hessen mit einem Jahresumsatz von gut 2,3 Milliarden Euro beschäftigten zuletzt rund 10.400 Mitarbeiter.

Mit dem Zukauf setzt Stada seine Einkaufstour unter den Finanzinvestoren Bain und Cin­ven fort, die Stada 2017 übernommen hatten. Erst gestern hatte der hessische Konzern den Kauf des Arzneimittelherstellers Walmark in Tschechien angekündigt – laut Insidern für einen dreistelligen Millionenbetrag. Auch er soll das Geschäft in Osteuropa stärken. Bei der Milliardenübernahme von Stada war die Aussicht auf Zukäufe unter Bain und Cinven ein Argument für den Deal.

Walmark hat gut 540 Mitarbeiter und stellt Nahrungsergänzungs- und Erkältungsmittel, Prostatamedikamente sowie Arzneimittel gegen Gelenkbeschwerden und Atemwegser­krankungen her. Verkäufer von Walmark ist die Beteiligungsgesellschaft Mid Europa Part­ners. Bislang ist Stada, ein Hersteller von Nachahmerarzneien und rezeptfreien Marken­pro­dukten, etwa in Russland schon stark aktiv.

Walmark seinerseits macht in neun EU-Ländern Geschäfte, dazu zählen neben dem Hei­matmarkt Tschechien Polen, Bulgarien und Ungarn. Zudem wolle man prüfen, die Wal­mark-Arzneimittel auch außerhalb Osteuropas zu vermarkten, erklärte Steffen Wagner, Europa-Manager bei Stada. Walmark vertreibt demnach seine Medikamente in 40 Län­dern weltweit. © dpa/aerzteblatt.de

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