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Herzinsuffizienz: Neues Projekt zur sektoren­übergreifenden Versorgung und Vergütung

Mittwoch, 6. November 2019

/dpa

Bad Neustadt – Die Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz über die Sektoren hinweg besser verzahnen und dafür ein regionales Vergütungsmodell entwickeln wollen verschiedene Partner unter Leitung der Rhön-Klinikum AG. Der Innovationsfonds des Ge­meinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) fördert das Projekt „Transsektorale bedarfsorien­tierte Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz und Entwicklung eines alternativen Vergütungsmodells (sekTOR-HF)“ mit rund 3,8 Millionen Euro.

Herzinsuffizienz ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland mit über 47.000 Ver­sto­­rbenen pro Jahr. Die chronische Erkrankung führt bekanntlich häufig zu einem Kran­ken­hausaufenthalt und ist mit hohen Kosten verbunden.

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„Das Projekt zielt auf die Reduzierung vermeidbarer Kranken­haus­auf­enthalte und auf die folgerichtige Entwicklung eines alternativen regionalen Vergütungsmodells ab, da die Strukturen des Gesundheitssystems und die getrennten Vergütungsformen mit ihren be­kannten Fehlanreizen zunehmend politisch und fachlich infrage gestellt werden“, sagte Bernd Griewing, Vorstand Medizin der Rhön-Klinikum AG.

Für eine bessere Patienten­versorgung müsse die Betreuung der Patienten „regional und gemeinsam mit passenden Partnern gedacht und in die praktische Umsetzung gebracht werden“, hieß es aus dem Klinikkonzern.

An dem Projekt sind neben Rhön die AOK Hessen, die DAK Gesundheit, die Kassenärzt­liche Vereinigung Bayerns (KVB) und das Ärztenetzwerk PriMa beteiligt. Das Zentrum für Telemedizin (ZTM) Bad Kissingen steht als unabhängige Dienstleistungsplattform für technischen Fragestellungen zur Verfügung.

Das private Institut für angewandte Versorgungsforschung (inav) wird für die Entwicklung und Bewertung alternativer Vergütungsmodelle eng mit den praktischen Leistungser­bringern zusammenarbeiten. Die Evaluation des Projektes haben das RWI - Leibniz-Ins­titut für Wirtschafsforschung und das Institut für angewandte Gesundheitsforschung (InGef) übernommen. Auch Patientenvertreter sind im Rahmen eines Beirates beteiligt. Ende 2023 erwarten die Partner erste Ergebnisse. © hil/aerzteblatt.de

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