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Politik

Telematik­infrastruktur: T-Systems dementiert Rückzug aus Konnektorgeschäft

Dienstag, 5. November 2019

/picture alliance, Flashpic

Berlin – Die Deutsche Telekom hat einen Rückzug aus dem Geschäft mit Hardware-Kon­nek­toren für die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) zurückgewiesen. Das Unternehmen demen­tier­te auf Nach­frage des Deutschen Ärzteblattes (DÄ) einen Bericht der Ärzte Zeitung, die den Rück­zug von T-Systems aus dem Geschäft mit Hardware-Konnek­toren vermeldet hatte.

Die Ärzte Zeitung hatte heute geschrieben, es sei fraglich, wie es für die Ärzte weitergehe, die ein Gerät der Telekom hätten. Ärzte seien gezwungen, im Laufe des kommenden Jah­res auf den Konnektor der neuen Generation (E-Health-Konnektor) umzusteigen, um me­di­zi­nische Anwendungen für die TI nuzten zu können. Dieser Konnektor werde aber nicht mehr von der Telekom produziert.

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Die Telekom betonte hingegen auf Nachfrage, Ärzte müssten sich keine Sorgen machen. „Unsere Telematik-Kun­den er­halten wei­terhin die bestellten Leistungen von uns“, sagte ein Sprecher der Te­le­kom dem .

Das heiße, man werde den Ärzten alle Anwendungen, die künftig nötig seien– also Not­falldaten­management, Medikationsplan oder die elektronische Patientenakte – zur Verfü­gung stellen. Die Konnektoren könnten zudem auch weiterhin bestellt werden.

Wie der Sprecher darüber hinaus erklärte sei richtig, dass die Telekom derzeit keine neu­en Kon­nek­to­ren produzieren lasse. Grund seien die nach wie vor großen Lagerbestände. Diese seien ausreichend, um die bestehende Nachfrage zu decken.

Zugleich deutet die Telekom an, an neuen Lösun­gen zu arbeiten. „Künftig soll auch der Patient Möglichkeiten erhalten, auf seine Daten zuzugreifen. Nach ersten Überlegungen für alternative Zugangswege zu Patientendaten denken wir in Rich­tung zukünftiger Lö­sungen nach“, sagte der Sprecher. Der Prozess sei aber „noch in einem sehr frühen Sta­dium“.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) wies heute auf Anfrage daraufhin, dass sie von einem vermeintlichen Rückzug der Telekom überrascht und auch nicht vorab infor­miert worden sei. Die KBV würde in diesem Fall eine rasche Aufklärung erwarten und vor allem eine kostenneutrale Ersatzlösung für die Arztpraxen, sagte ein Sprecher. © may/aerzteblatt.de

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