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Ausland

Großbritannien will künftig Gentests für Säuglinge anbieten

Donnerstag, 7. November 2019

/Syda Productions, stock.adobe.com

London – Der britische Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) will ab dem kommenden Jahr mehrere Gentests für Neugeborene anbieten. Mithilfe der Tests könnten Erbkrank­heiten und Gesundheitsrisiken schon kurz nach der Geburt erkannt werden, be­richtete die Tageszeitung The Times heute.

Dadurch könnten etwa gefährliche Krankheiten wie Epi­lep­sie oder Mukoviszidose früh­­zeitig behandelt und damit abgeschwächt werden. „Das sind großartige Neuigkeiten“, schrieb Ge­sund­heits­mi­nis­ter Matt Hancock auf Twitter, „überlegt nur, wie viele Leben gerettet werden können, wenn wir unsere genetischen Risi­ken kennen“.

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Nach Angaben der Times werden in England und Wales rund 3.000 von insge­samt 660.000 Kindern mit „behandelbaren, früh auftretenden Krankheiten“ geboren.

Großbritannien befinde sich „an der Schwelle einer Revolution im Gesundheitswesen“, wur­de Hancock in dem Bericht zitiert.

Zunächst werde im kommenden Jahr eine Probephase an­laufen, schrieb die Times unter Berufung auf den Gesundheitsdienst. Sei das Pilotprojekt erfolgreich, könnten die Tests innerhalb der nächsten drei Jahre flächendeckend verfügbar sein. © dpa/aerzteblatt.de

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