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Neuseeland schreibt Ziel der CO2-Neutralität bis 2050 gesetzlich fest

Donnerstag, 7. November 2019

/dpa

Wellington – Neuseeland hat das Ziel gesetzlich festgeschrieben, zur Erfüllung des Pari­ser Klimaabkommens bis 2050 CO2-Neutralität zu erreichen. Das Gesetz nahm heute im Parlament in Wellington die letzte Hürde, beide großen politischen Lager stimmten dafür. Es sieht vor, dass Neuseeland bis zur Mitte des Jahrhunderts mit Ausnahme von Methan netto gar keine Treibhausgase mehr produziert.

Der Ausstoß von Methan, das insbesondere in der Landwirtschaft entsteht, soll im selben Zeitraum um 24 bis 47 Prozent verringert werden. Außerdem sieht das Gesetz die Einrich­tung einer unabhängigen Klimawandelkommission vor, welche die Regierung bei der Um­setzung der Klimaschutzziele berät und alle fünf Jahre mit CO2-Budgets festlegt, wie viel Emissionen in den kommenden Jahren erlaubt sind.

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„Wir stehen auf der richtigen Seite der Geschichte“, erklärte Neuseelands Premierministe­rin Jacinda Ahern. Der Kampf gegen die Erderwärmung sei dringlich. „Unbestreitbar stei­gt unser Meeresspiegel. Unbestreitbar erleben wir extreme Wetterereignisse. Unbe­streit­bar zeigt uns die Wissenschaft die Folgen für Flora und Fauna auf“, betonte Ahern. Dazu zähle auch die Ausbreitung von Krankheiten in Gegenden, in denen sie früher nicht aufgetreten seien.

Neuseeland will bis 2035 seinen Energiebedarf zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energi­en decken. Der Inselstaat mit seinen knapp fünf Millionen Einwohnern zählt zu den rund 65 Ländern weltweit, die sich dazu verpflichtet haben, bis 2050 CO2-Neutralität zu errei­chen. Allerdings haben nicht alle dieses Ziel gesetzlich festgeschrieben – so etwa Deutschland.

CO2-Neutralität bedeutet, dass das klimaschädliche Kohlendioxid nur noch in dem Maß ausgestoßen wird wie es von der Umwelt, insbesondere von Wäldern und Meeren, abge­baut oder gespeichert und dadurch neutralisiert werden kann.

Im Pariser Klimaabkommen hatte die internationale Gemeinschaft vereinbart, die Erder­wärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu be­grenzen. Von der Erfüllung dieses Ziels ist die Menschheit nach derzeitigem Stand aller­dings weit entfernt. © afp/aerzteblatt.de

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