NewsPolitikLänder starten Bundesratsinitiative für Verbesserungen in der Geburtshilfe
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Länder starten Bundesratsinitiative für Verbesserungen in der Geburtshilfe

Dienstag, 12. November 2019

/RioPatuca Images, stockadobecom

Berlin – Rheinland-Pfalz, Bremen, Hamburg, Hessen und Thüringen setzen sich für Ver­besserungen in der Geburtshilfe ein. Über eine Entschließung im Bundesrat wollen die Länder die Bundesregierung dazu aufrufen, die Arbeitsbedingungen und Personalaus­stattung über ein Geburtshilfestärkungsgesetz zu verbessern.

Die gesetzlichen Regelungen sollten nach Ansicht der Länder insbesondere die Finanzie­rung der Hebammenversorgung verbessern, teilte der Bundesrat nach der Sitzung am ver­gangenen Freitag mit. So müsse die in der Pflege geplante Refinanzierung auch für Hebammenstellen im Kreißsaal gelten.

Anzeige

Gleiches gelte für die beabsichtigte Einführung von Pflegebudgets. Außerdem sollten Hebammen in die für die Pflege geplante Tarifsteigerung eingebunden werden. Darüber hinaus regen die Antragsteller an, den Personalschlüssel zu verbessern, um die Arbeits­bedingungen für Hebammen wieder attraktiver zu machen.

Die Länder begründen ihre Bundesratsinitiative mit der schwierigen Lage in der Geburts­hilfe. Trotz steigender Geburtenzahlen seien in der Vergangenheit vermehrt Geburtshilfen geschlossen worden, schreibt der Bundesrat.

Fast jedes zweite Krankenhaus habe Schwierigkeiten, offene Hebammenstellen zu beset­zen. Außerdem gebe es zu wenige Hebammenplanstellen. Infolgedessen würden immer mehr Gebärende zeitgleich von einer einzelnen Hebamme betreut. Eine noch weitere Reduzierung der klinischen Geburtshilfe gefährde die flächendeckende Versorgung, warnten die Länder laut Länderkammer.

Der Entschließungsantrag wurde am Freitag in die Ausschüsse überwiesen. Sie beraten Mitte November darüber. Sobald sie ihre Empfehlungen erarbeitet haben, kommt die Initiative zur Beschlussfassung ins Plenum. © may/EB/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

10. Dezember 2019
Schwerin – Die Schließung der Geburtenstation in Crivitz bei Schwerin sorgt für Bürgerproteste und Streit innerhalb der SPD/CDU-Koalition. „Auch ich bin von der Entscheidung überrascht worden und ich
Schwesig nennt Schließung der Geburtenstation Crivitz falsche Entscheidung
10. Dezember 2019
Stockholm – Schwedische Knaben, die per Kaiserschnitt zur Welt kamen, waren als junge Erwachsene bei der Musterung nicht häufiger adipös als nach einer vaginalen Geburt. Dies ergab eine
Schwedische Bevölkerungsstudie findet kein erhöhtes Adipositasrisiko nach Kaiserschnitt
5. Dezember 2019
Hamburg – Angehende Hebammen müssen vom kommenden Jahr an auch in Hamburg ein Studium absolvieren. Darauf hat Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) gestern hingewiesen. Die
Hamburg startet dualen Studiengang für Hebammen
4. Dezember 2019
Stockholm – Die Töchter von Frauen mit polyzystischem Ovar-Syndrom (PCOS) haben im Erwachsenenalter ein fünffach erhöhtes Risiko, ebenfalls ein PCOS zu entwickeln, was sich laut tierexperimentellen
Androgene in der Schwangerschaft erhöhen PCOS-Risiko über mehrere Generationen
2. Dezember 2019
Los Angeles/Claremont – Hitze kann zu kürzeren Schwangerschaften führen. Das bestätigt eine neue Analyse aus den USA. Es sei davon auszugehen, dass im Zuge des Klimawandels zunehmend mehr
Klimawandel: Verkürzte Schwangerschaften bei mehr Hitze
29. November 2019
Berlin – Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat die flächendeckende Erstattung der Glukose-Fertiglösungen für das Screening auf Schwangerschaftsdiabetes gefordert. Die Fachgesellschaft
Diabetologen kritisieren Sparkurs beim Test auf Schwangerschaftsdiabetes
29. November 2019
Berlin – Respektlosigkeit und Gewalt in der Geburtshilfe könnten auch in Deutschland ein relevantes Problem sein. Darauf deutet eine nicht-repräsentative Umfrage unter 2.045 Frauen hin, die sich vor
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER