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Politik

Ruf nach Klarheit über Gesundheitsfolgen von Zuckerersatz

Montag, 11. November 2019

/fovito, stock.adobe.com

Berlin – Die Grünen dringen darauf, mögliche Gesundheitsfolgen beim Austausch von Zucker in Lebensmitteln wissenschaftlich zu klären. „Beim Thema Unbedenklichkeit von Zuckerersatzstoffen gibt es erheblichen Nachholbedarf bei der Forschung in Deutsch­land“, sagte Grünen-Ernährungsexpertin Renate Künast.

„Das muss sich ändern, und zwar schnell.“ Solange müsse es bei den Anstrengungen für geänderte Rezepturen von Fertigprodukten das oberste Ziel sein, Zucker nicht durch wo­möglich bedenkliche Stoffe zu ersetzen. „Es geht um die Gesundheit der Menschen“ sagte Künast.

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Die Bundesregierung verwies in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen auf Analysen bundeseigener Institute. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung bestehe weiterer Forschungsbedarf, „um fundierte Schlussfolgerungen zu möglichen (langfristi­gen) gesundheitlichen Auswirkungen von Süßstoffen für verschiedene Gruppen der Be­völ­kerung abzuleiten“.

Die Regierung will demnach weiterhin Forschungsarbeiten initiieren und unterstützen. Künast betonte, dass Studien in anderen Ländern zu dem Ergebnis kämen, dass etwa der Stoff Isoglukose im Verdacht stehe, Krankheiten wie Diabetes zu begünstigen.

Das Bundeskabinett hatte Ende vergangenen Jahres eine Strategie von Ernährungsminis­terin Julia Klöckner (CDU) beschlossen, um zu weniger Zucker, Fett und Salz in Fertig­produkten zu kommen. Dafür sollen über Vereinbarungen mit Herstellern bis 2025 all­mählich neue Rezepturen erreicht werden.

Von Verbraucherschützern kommt Kritik an dieser Vorgehensweise auf freiwilliger Basis. Das Ministerium betont in der Antwort, alle Lebensmittel mit geänderten Rezepturen müssten nach strengen behördlichen Maßstäben gesundheitlich unbedenklich sein. © dpa/aerzteblatt.de

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