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2018 mehr Straftaten im Bereich Cyberkriminalität

Montag, 11. November 2019

/terovesalainen, stock.adobe.com

Wiesbaden – Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Straftaten durch Cyberkriminalität auf rund 350.000 Fälle angestiegen. Dabei fallen 87.106 Straftaten unter Cyberkriminalität im engeren Sinne, sagte Peter Henzler, Vizepräsident des Bundeskriminalamts (BKA), heute in Wiesbaden.

Dazu gehören unter anderem Datenausspähung und Computersabotage – die Zahl stieg seit dem Vorjahr um 1,3 Prozent an. Darüber hinaus gab es fast 272.000 Straf­taten, die über das Internet verübt wurden.

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Diese Straftaten kategorisiert das BKA als Cyberkriminalität im weiteren Sinne. Darunter fallen beispielsweise Vergehen, bei deren Planung Informations- und Kommunikations­technik genutzt wurde. Demnach entstanden 2018 durch Cyberkriminalität mindestens 60,7 Millionen Euro Schaden, sagte Henzler.

Er wies darauf hin, dass es bei der Cyberkriminalität einen massiven Dunkelbereich gebe: Schätzungen zufolge dürfte sich der Schaden allein für Unternehmen auf mehr als hun­dert Milliarden Euro belaufen.

Unternehmen scheuen demnach häufig vor der Anzeige zurück, weil sie um ihre Reputa­tion fürchten. Einige Unternehmen sind jedoch zur Meldung verpflichtet, da es sich bei ihnen um sogenannte kritische Infrastrukturen handelt, erläuterte Henzler. Dazu gehören zum Beispiel die Sektoren Energie, Finanzwesen, Transport und Verkehr, Gesundheit so­wie Medien und Kultur.

Zwischen Juni 2017 und Mai 2018 gingen dahingehend 145 Meldungen zu festgestellten Störungen ein, hieß es. Dabei habe der Schwerpunkt wie im Vorjahr im Sektor Informa­tions­technik und Telekommunikation gelegen. Hauptangriffstechnik sei der Versand von „Spear-Phishing-Mails“ mit schadhaften Links oder Schadanhang.

BKA-Vize Henzler ging davon aus, dass die Zahl der Straftaten der Cyberkriminalität in Deutschland auch in den kommenden Jahren weiter steigen dürfte. Er kündigte daher den Aufbau einer eigenständigen BKA-Abteilung zur Bekämpfung der Cyberkriminalität an. Diese soll „mit erheblichen personellen Mitteln“ ausgestattet werden, sagte er. Die neue Abteilung soll zum April 2020 ihren Betrieb aufnehmen. © afp/aerzteblatt.de

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