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Politik

Kampagne soll Impfmüdigkeit in Hessen bekämpfen

Dienstag, 12. November 2019

/Astrid Gast, stock.adobe.com

Wiesbaden – Mit der neuen Kampagne „Firewall für den Körper“ will Hessens Gesund­heits­ministerium die Impfquoten vor allem bei Grundschülern steigern. Unter anderem Plakate und Flyer sollen Eltern daran erinnern, den Impfstatus ihrer Kinder im Blick zu behalten, erläuterte Ge­sund­heits­mi­nis­ter Kai Klose (Grüne) heute in Wiesbaden.

Es sei auch noch nicht in jeder Hausarztpraxis zur Routine geworden, die Patienten ge­zielt nach ihrem Impfpass zu fragen. Dies soll sich nach den Vorstellungen des Ministers ändern. „Unser Ziel ist, dass das Impfen selbstverständlich wird und der Gemeinschafts­schutz, so­weit er durch Impfungen erreicht werden kann, stärker ins Bewusstsein ge­langt“, sagte Klose.

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Bei einer Impfquote ab 95 Prozent gelten auch solche Menschen als geschützt, die sich beispielsweise aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen dürfen. Die Quote wird für viele Krankheiten in Hessen nicht erreicht.

Alle Informationen rund ums Impfen hat das Ministerium auf dem Internetportal impfen.hessen.de zusammengefasst. Nach den Worten von Klose geht es dort auch um Einwände gegen das Impfen. Nach Untersuchungen der Bundeszentrale für gesund­heit­liche Aufklärung bezeichnen sich zwei bis vier Prozent der Deutschen als Impfgegner, rund fünf Prozent als Impfskeptiker, wie der Minister erläuterte.

Seit Frühjahr 2019 berät die „Landesarbeitsgemeinschaft Impfen“, wie die Quoten in Hessen gesteigert werden können. In dem Gremium sind neben dem Gesundheitsminis­terium unter anderem die Lan­des­ärz­te­kam­mer, die Kassenärztliche Vereinigung und der öffentliche Gesundheitsdienst vertreten. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #772524
Julius Senegal
am Freitag, 29. November 2019, 18:10

Impfen

"Es gibt immer ein Für und ein Wider"
Ja, nur bei Impfgegner bei Themen wie "Holocaust", "Kugelerde", "Donner - Kampf der Götter oder doch ein Naturphänomen"
Avatar #789658
2haeschen
am Dienstag, 12. November 2019, 20:16

@Pro-Natur

Es gibt auch oft erst im Zuge neu hergestellter Impfstoffe überhaupt Probleme mit den impräventablen Erkrankungen ...
Bei unseren 3 großen Kindern gab es quasi keine Kinderkrankheiten, wie Pneumokokkeninfektion, Meningokokkeninfektion oder Rotaviereninfektion. Das nannte man früher Schnupfen, Husten und Durchfall ... Das Thema Windpocken hatte sich 14 Tage nach dem ersten Kindergartenbesuch auch direkt erledigt. Das Wort Varizellen fehlte z. Bsp. in meinem Wortschatz bis 2009. Ganz zu schweigen, wenn man weitere 20 Jahre zurückschaut.
Wenn ich so darüber nachdenke, gegen was wir Eltern alles nicht geimpft wurden, waren wir 21 Jahre ein potenzielles Risiko für unsere Kinder. Ebenso natürlich Großeltern und andere Verwandte ...
Manche "Probleme" sind erst da, wenn sie zum Problem erklärt werden ...
LNS

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