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Medizin

Läufer leben länger

Dienstag, 12. November 2019

/chalabala, stockadobecom

Melbourne – Auf den Nutzen von Laufen und Joggen für die Gesundheit haben australische Wissenschaftler nach einer Metaanalyse von verfügbaren Studien hingewiesen. „Wenn mehr Menschen mit dem Laufen beginnen würden – und sie müssten nicht weit oder schnell laufen –, gäbe es wahrscheinlich erhebliche Verbesserungen bei der Gesundheit und der Lebenserwartung der Bevölkerung“, lautet ihr Fazit im British Journal of Sports Medicine (DOI: 10.1136/bjsports-2018-100493).

Die Forscher recherchierten Studien über den Zusammenhang zwischen Laufen/Joggen und dem Todesrisiko durch alle Ursachen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs.

Sie fanden 14 geeignete Studien mit 232.149 Personen, deren Gesundheit zwischen 5,5 und 35 Jahren verfolgt wurde. 25.951 der Studienteilnehmer starben in dieser Zeit.

Als die Studiendaten zusammengeführt wurden, war Laufen – gleichgültig in welchem Umfang – grundsätzlich mit einem um 27 Prozent geringeren Risiko des Todes aus allen Ursachen für beide Geschlechter verbunden, verglichen mit keinem Laufen.

Es war mit einem um 30 Prozent geringeren Risiko für den Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einem um 23 Prozent niedrigeren Risiko für den Tod durch Krebs verbunden.

Selbst in geringem Umfang ist Laufen laut den Forschern gemäß den Studien immer noch mit erheblichen gesundheitlichen und langfristigen Vorteilen verbunden. Sie nennen in diesem Zusammenhang Trainingseinheiten, die nur einmal wöchentlich erfolgen, die jedes Mal weniger als 50 Minuten dauern und bei der die Studienteilnehmern nur mit einer Geschwindigkeit von bis zu acht Kilometer in der Stunde liefen.

„Dies macht das Laufen zu einer potenziell guten Option für diejenigen, deren Haupt­hindernis für eine ausreichende Bewegung der Zeitmangel ist“, schlagen die Forscher vor.

Sie weisen daraufhin, dass mehr Trainingsintervalle zumindest in den vorliegenden Studien nicht mit einer weiteren Senkung des Todesrisikos aus irgendeiner Ursache verbunden war. Sie weisen aber daraufhin, dass ihre Untersuchung eine Beobachtungsstudie ist, die als solche keine Ursache feststellen kann. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #722455
´hajodba@gmx.de
am Samstag, 23. November 2019, 22:58

"Dem kann ich aus "eigener Erfahrung" nur zustimmen"

Als ehemaliger "Leichtathlet", wenn auch "Sprinter", habe ich
seinerzeit während des "Wintertrainings" zahlreiche Stunden
und Kilometer mit "Waldläufen" verbracht. Nach dem "Ende
meiner aktiven Zeit" war es dann das "Joggen im Wald", Nur
hatte ich damals noch "weitaus weniger Kilogramm auf den
Rippen" und damit meine "Beine konnten des Körpergewicht"
tragen.

Da in den Folgejahren der "biologische Alterungsprozess"
mich nicht verschonte und mein" früherer Lebensstil" ein
übriges tat, bin ich schon lange nicht mehr in einer, zum
richtigen "Laufen" geeigneten "körperlichen Verfassung".
Was soll mir das "Laufen allein" dann noch bringen?

Für meine "Altersgruppe der über 70-J#hringen" ist ein
"Kraft-Ausdauer-Training an technischen Geräten"
weitaus geeigneter, "schonender" und zudem effektiver.

H, Jürgen Barth
Rodalben
Avatar #79783
Practicus
am Freitag, 22. November 2019, 17:20

Bias?

"Läufer" sind in der Regel Menschen, die auch laufen KÖNNEN, also nicht durch orthopädische Probleme, Übergewicht und dergleichen an der Ausübung dieses Sports gehindert sind - und über genügend Geld und Freizeit für das Training verfügen.
"Gesunde Menschen in gehobenen Lebensverhältnissen mit ausreichend Freizeit leben länger" - wo ist der Erkenntnisgewinn?
Avatar #722455
´hajodba@gmx.de
am Donnerstag, 21. November 2019, 19:15

"Als über 70-jähriger "Typ-2-Diabetiker mit Trainingserfahrungen" kann ich dieser "Aussage" keinen Glauben schenken"

Ich verfolge seiteinigen Jahren das "Fortschreiben des biologischen
Alterungsprozesses" bei mir selbst und bin immer wieder erstaunt,
wie sich dieser "Prozess bei mir ausgewirkt hat.

Ich finde es sehr gut, wenn auch "ältere Menschen an Marathonläufen"
teilnehmen, jedoch sind dies "keine Maßstäbe", woran man etwas für
die "Lebenserwartung" bei anderen Menschen ableiten könnte. Zumal
man auch beachten solle, dass "lange Läufe" für viel "ältere Menschen"
eher mit "Schäden", denn mit "Nutzen für die Gesundheit" verbinden
sind,

H. Jürgen Barth
Rodalben
Avatar #659841
DoctorNow
am Dienstag, 12. November 2019, 21:29

Mini Case report

Dies korrelliert mit der beinahen Hunderjährigkeit der Uroma eines Studienkollegen von mir, die im Thüringer Wald täglich ihre fünf Kilometer zum Waldrand und zurück lief: und zwar bis ins hohe Alter!
LNS

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