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Gesundheit als Schlüsselfaktor für europäischen Zusammenhalt

Mittwoch, 13. November 2019

/ktsdesign, adobe.stock.com

Berlin – In der gemeinsamen Sorge um die Gesundheit der Menschen sehen Wissen­schaft­ler der Charité – Universitätsmedizin Berlin einen Schlüsselfaktor für den europäi­schen Zusammenhalt.

In einem Projekt namens „Leviathan“ wollen die Forscher die Geschichte des Nachkriegs-Europas auf beiden Seiten des „eisernen Vorhangs“ beleuchten. Dafür erhalten sie vom Europäischen Forschungsrat (ERC) einen ERC Synergy Grant in Höhe von rund zehn Milli­o­nen Euro. Davon gehen rund 2,7 Millionen Euro an die Charité.

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„Bisher wird das Europa der Nachkriegszeit meist im Hinblick auf ideologische, politische und wirtschaftliche Gegensätze betrachtet. Als Gebiet zwischen zwei Weltmächten steht dabei die Teilung im Vordergrund“, erläuterte der Koordinator des Verbundprojekts, Volker Hess, Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin an der Cha­rité. „In unserem Forschungsprojekt möchten wir dagegen das Gemeinsame herausar­bei­ten und sind der Ansicht, dass der medizinische Blickwinkel der Schlüssel dafür ist“, be­tonte er.

Zusammen mit Wissenschaftlern aus Großbritannien, Ungarn und Bulgarien will Hess untersuchen, wie sich die Medizin und das Gesundheitswesen in Ost- und in Westeuropa zwischen 1945 und 1990 entwickelt haben. „Ideale und Ziele mögen sich damals unter­schieden haben. Doch im kapitalistischen wie sozialistischen Europa waren Gesundheit und Wohlergehen der Menschen ein zentrales Ziel“, so Hess.

Mit dem Projekt wollen die Wissenschaftler nach eigenen Angaben jenseits von ideologi­schen und ökonomischen Gegensätzen die Tradition des Gemeinwohls und der sozialen Verantwortung als eine zentrale Errungenschaft der Nachkriegszeit herausarbeiten.

„So wollen wir zu einer gemeinschafts- und identitätsbildenden europäischen Geschichte beitragen, die sich der Angst vor Überfremdung und autoritären Tendenzen entgegen­stellt“, sagte Hess.

Die „ERC Synergy Grants“ fördern Teams von zwei bis vier Wissenschaftler. Die Projekte sollen laut der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu Entdeckungen an den Schnittstellen zwischen Disziplinen führen. Als Voraussetzung gilt, dass das Vorhaben nur durch die Zusammenarbeit der Forscher möglich ist. © hil/aerzteblatt.de

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