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Ärzteschaft

Neuer TK-Rheumavertrag zur besonderen Versorgung

Mittwoch, 13. November 2019

/Anut21ngphoto, stock.adobe.com

Hamburg – Der Berufsverband Deutscher Rheumatologen (BDRh) und die Techniker Kran­kenkasse (TK) führen ihre Versorgungsverträge zu Arzneimitteln und der besonderen Ver­sorgung bei Rheuma in einen gemeinsamen Vertrag „RheumaOne“ zusammen.

„Bewährte Versorgungsangebote, die bisher regional begrenzt waren, können nun in wei­teren Regionen genutzt werden“, kündigte Edmund Edelmann, Vorstandsmitglied des BDRh, an.

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Der neu gestaltete Vertrag besteht aus vier Modulen: Das Modul 1 „Arzneimittel“ soll die Qualität und die Sicherheit der Rheumatherapie verbessern und sie gleichzeitig wirt­schaft­­licher gestalten. Bei dem Modul 2 „Versorgungslandschaft“ sollen Versicherte von einer frühzeitigen Diagnosestellung profitieren.

Das Modul 3 beschäftigt sich mit der Begleitung von jugendlichen Rheumapatienten in die Erwachsenenversorgung (Transition). Das vierte Modul richtet sich mit einem spezi­ellen Beratungsangebot an die TK-Versicherten. Über den TK-Arzneimittelcoach können sich Rheuma­patienten zusätzlich zu ihrem Arzt von Arzneimittelexperten beraten lassen.

An diesem Beratungsangebot ist der Deutsche Apothekerverband (DAV) als Partner betei­ligt. „In Medikationsgesprächen lösen Apotheker vor Ort individuelle arzneimittelbe­zoge­ne Probleme. Dies verbessert die Sicherheit des Patienten bei der Arzneimittelanwen­dung und die Therapietreue“, sagte der DAV-Vorsitzender Fritz Becker.

Der neue Vertrag gilt ab 2020. Regional gelten aber nicht immer alle Module: Modul eins und vier gelten bundesweit, Modul zwei und drei in Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen und Nordrhein.

Teilnehmen können Fachärzte für Innere Medizin mit Schwerpunkt Rheumatologie, Kin­der- und Jugendärzte mit Zusatzbezeichnung Rheumatologie, zugelassene medizinische Versorgungszentren sowie Ambulanzen, die zur ambulanten Versorgung schwerer Ver­laufsformen rheumatischer Erkrankungen ermächtigt sind.

Am Modul eins „Arzneimittel“ können auch hausärztlich niedergelassene Fachärzte für Innere Medizin und Rheumatologie teilnehmen. © hil/aerzteblatt.de

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