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Politik

Westerfellhaus: Ambulante Pflegedienste müssen gestärkt werden

Dienstag, 12. November 2019

/Peter Atkins, stock.adobe.com

Berlin – Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, sieht drin­gen­den Handlungsbedarf bei der ambulanten Pflege. Er veröffentlichte heute in Berlin Reform­vor­schläge, um zu höheren Löhnen in der ambulanten Pflege zu kommen und eine Abwan­derung von Pflegekräften ins Krankenhaus zu verhindern.

Ziel ist unter anderem, die Position der Pflegedienste in den Preisverhandlungen zu stär­ken. „Wir brauchen unbedingt echte Preisverhandlungen auf Augenhöhe“, sagte er. Pflege­dienste sollten nur einmal in einem einheitlichen Verfahren mit Kranken- und Pflege­kassen zu­sammen ihre Vergütung aushandeln müssen. Im Streitfall sollte es nur ein einziges, einheit­liches Schiedsstellenverfahren geben. „Wettbewerb der Krankenkassen zulasten der Löhne muss ausgeschlossen werden.“

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„Ein kleiner Pflegedienst kann nicht mit Dutzenden Krankenkassen verhandeln“, betonte Westerfellhaus. Das bestehende Refinanzierungssystem hindere Pflegedienste häufig daran, faire Löhne zu zahlen. Ohne eine bessere Vergütung für Pflegedienste aber sei deren Exis­tenz und damit die Sicherstellung der ambulanten Pflege ernsthaft gefährdet.

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit verwies darauf, dass schon heute 80 Prozent der Pflegedienste Pflegebedürftige ablehnen müssten, weil sie wegen schlechter Bezahlung nicht genügend Mitarbeiter hätten. „Dabei wären viele Pflegediens­te durchaus bereit, ihre Mitarbeiter besser zu bezahlen“, sagte Westerfellhaus. Sie schei­terten aber häufig an der mangelnden Refinanzierung durch Kranken- und Pflegekassen. © kna/aerzteblatt.de

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