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Studie sieht keine Benzol- und Quecksilberbelastung aus Erdgasförderung

Mittwoch, 13. November 2019

Eine Erdgasförderanlage nahe Rotenburg /picture alliance, Daniel Reinhardt

Hannover – Im Kreis Rotenburg (Wümme) besteht für die Anwohner von Erdgasförder­anlagen nach einer aktuellen Untersuchung keine Gefahr einer erhöhten Benzol- und Queck­silberbelastung. Das teilte das niedersächsische Ge­sund­heits­mi­nis­terium gestern bei der Vorstellung der Studie in Hannover mit.

Ge­sund­heits­mi­nis­terin Carola Reimann (SPD) betonte, es sei verständlich, dass sich viele Menschen angesichts eines erhöhten Auftretens bestimmter Krebsarten Sorgen machten. „Ich bin erleichtert, dass die Anwohnerinnen und Anwohner laut Studie aktuell keiner Benzol- und Quecksilberbelastung aus der Erdgasindustrie ausgesetzt sind.“

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Allerdings lässt die Studie des Instituts der Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umwelt­medizin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg keine Aussage zu der Belastungssituation vor vielen Jahren zu, als spätere Krebserkrankungen im dem Kreis ausgelöst worden sein könnten. Dazu hatte das Ministerium eine weitere Studie erstellen lassen.

In der Gemeinde Bothel und der benachbarten Kreisstadt Rotenburg sind nach einer Aus­wertung des Krebsregisters von 2003 bis 2012 überdurchschnittlich viele Männer an Leu­kämie und Lymphomen erkrankt.

Eine Befragung hatte 2017 ergeben, dass die erhöhte Krebsrate mit nahe gelegenen Bohr­schlammgruben zusammenhängen könnte. Diese wurden früher angelegt, um Ab­fälle aus Erdgasbohrungen zu sammeln.

Für die aktuelle Studie wurden Werte zweier Gruppen aus dem Jahr 2018 miteinander ver­glichen. Die erste bestand aus 101 Anwohnern von Erdgasförderanlagen aus der Samtgemeinde Bothel (Kreis Rotenburg). Die Referenzgruppe bestand aus 78 Personen aus dem Norden des Landkreises Rotenburg, die abseits derartiger Anlagen wohnen. © dpa/aerzteblatt.de

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