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Katholische Kliniken Lahn beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung

Mittwoch, 13. November 2019

Bad Ems/Nassau – Die Katholischen Kliniken Lahn mit je einem Krankenhaus in Bad Ems und Nassau nahe Koblenz hat gestern Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das Amts­gericht Montabaur habe die Einsetzung eines vorläufigen Sachwalters und eines Gläubi­gerausschusses beschlossen, teilte das Unternehmen mit.

„Die Kosten sind kontinuierlich stärker gestiegen als die Erlöse, dadurch ist das operative Betriebsergebnis deutlich geschrumpft; zusammen mit den sonstigen Aufwendungen er­gaben sich damit die Verluste“, erklärte der Krankenhausträger. „Zudem wirken sich die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen nachteilig für kleinere Krankenhäuser aus.“ Der Betrieb gehe regulär weiter.

Die rheinland-pfälzische Ge­sund­heits­mi­nis­terin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) sprach von einem „weiteren Beleg für die durch Bundesvorgaben zunehmend schwieriger werdende wirtschaftliche Situation kleiner Krankenhäuser“. Nach einem Gespräch über die Insolvenz in Eigenverwaltung zeigte sie sich heute aber vorsichtig optimistisch.

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„Der Träger hat offen und transparent über die aktuelle Situation informiert. Es wurde deutlich, dass das Verfahren eine Chance bietet für eine erfolgreiche Neuaufstellung der beiden Standorte“, teilte sie mit. Sie habe mit Vertretern der Krankenhäuser und mit Poli­ti­kern der Region gesprochen.

In den nächsten Wochen solle ein zukunftsfähiges Konzept erarbeitet werden, ergänzte Bätzing-Lichtenthäler. Die regionale Gesundheitsversorgung und die Perspektiven der Mitarbeiter müssten gesichert werden.

„Die bisherigen Erfahrungen mit Sanierungsver­fahren in Eigenverwaltung zeigen, dass dies gelingen kann“, erklärte die Ministerin. „Das Ge­sund­heits­mi­nis­terium wird den weiteren Prozess eng begleiten und unterstützen.“

Erst kürzlich hatten die Loreley-Kliniken in St. Goar und Oberwesel im Mittelrheintal unter Verweis auf bundesweite gesundheitspolitische Vorgaben ihre geplante Schließung mitgeteilt. Dagegen regt sich viel Widerstand. Es gibt auch Rettungsvorschläge. © dpa/aerzteblatt.de

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