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Welche Maßnahmen im betrieblichen Gesundheits­management nützen

Donnerstag, 14. November 2019

/dpa

Dresden – Präventionsmaßnahmen für die Gesundheit von Arbeitnehmern sind dann besonders effektiv, wenn sie mehrere gesundheitliche Problemfelder abdecken. Das be­richtet die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga). „Wer Betriebe davon überzeugen will, in präventive Maßnahmen zu investieren, benötigt belastbare Nachweise, dass sich diese Investitionen auch lohnen“, hieß es aus der Initiative.

Bereits seit 2003 werte iga deshalb regelmäßig die wissenschaftliche Literatur hinsicht­lich der Frage aus, ob sich Maßnahmen der betrieblichen Gesund­heits­förder­ung und Prä­vention positiv auf die Gesundheit der Beschäftigten und den Unternehmenserfolg aus­wirken. Der neue Report beruht auf einer Auswertung von 100 wissenschaftlichen Stu­dien zum Thema.

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„Stress und psychische Störungen kristallisierten sich als das am besten untersuchte The­menfeld heraus. Einen neuen Forschungsschwerpunkt bildet das Thema Sitzverhalten. Mit Muskel-Skelett-Erkrankungen haben sich nur wenige Studien beschäftigt“, so ein Fazit der iga-Autoren.

Bei der Rauchentwöhnung sind die Erfolge der Entwöhnungsprogramme im betrieblichen Setting laut dem Bericht besonders hoch. Voraussetzung sei dabei allerdings, dass die Be­schäftigten aus eigenem Antrieb mit dem Rauchen aufhören wollen. Sinnvoll sind be­triebliche Angebote wie Gruppen- oder Einzeltherapien, gekoppelt mit medikamentösen Behandlungen, zum Beispiel mit Nikotinpflaster.

Um Stress bei der Arbeit anzugehen, greifen Betriebe laut den iga-Wissenschaftlern häu­fig auf technische Angebote zurück, zum Beispiel auf Smartphone-Apps. „Der Nachteil ist, dass internetgestützte Maßnahmen sehr oft und schnell abgebrochen werden“, so die Au­toren des Reports. Erfolgreicher seien persönliche Beratungen, vor allem bei der Reduk­tion von arbeitsbezogenem Stress. „Unbedingt ist Fachpersonal bei der Planung und Um­s­­etzung von Maßnahmen einzubeziehen“, so die Wissenschaftler.

Der Report greift auch das Thema Arbeitsunfälle auf: Arbeitsschutztrainings in Verbin­dung mit Schutzkleidung und anderen sicheren Arbeitsmitteln können danach Unfälle reduzieren. „Hinweise finden sich branchenübergreifend auch für einen längerfristigen Rückgang des Verletzungsrisikos aufgrund von Inspektionen“, berichten die Autoren.

iga ist eine Kooperation des Dachverbandes der Betriebskrankenkassen, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, dem AOK-Bundesverband und dem Verband der Ersatzkassen. © hil/aerzteblatt.de

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