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Politik

Laumann mahnt frühzeitige Diabetesprävention an

Donnerstag, 14. November 2019

/dpa

Berlin – Die Grundsteine im Kampf gegen Diabetes müssen so früh wie möglich gelegt werden. Dafür hat sich Karl-Josef Laumann (CDU), Ge­sund­heits­mi­nis­ter in Nordrhein-Westfalen (NRW) gestern anlässlich des heutigen Welt-Diabetes-Tags ausgesprochen.

„Die Bekämpfung der Volkskrankheit Diabetes ist eine große gesundheitspolitische He­rausforderung“, sagte Laumann. Um Diabetes und seinen schweren Folgeerkrankungen vorzubeugen, müsse gesundheitsbewusstes Handeln bereits in jungen Jahren gefördert werden.

Laumann betonte, das Land NRW beteilige sich daher an der Finanzierung des Landes­programms „Anerkannter Bewegungskindergarten mit dem Pluspunkt Ernährung“ und am Schulprogramm „Bildung und Gesundheit“. Diese Programme böten Unterstützung und Fortbildungen an, damit in den Einrichtungen die Bedeutung von gesundem Essen, aus­reichend Bewegung und gesundheitsförderlichem Verhalten frühzeitig vermittelt werde.

Zudem setzt sich Laumann für eine Verbesserung der Versorgung von Kindern und Ju­gend­lichen mit Diabetes-mellitus-Typ-1 in Kindertagesstätten und Schulen ein. Dem Minister zufolge plant NRW ein landesweites Schulungsangebot für das Personal in Kinderta­gesstätten und Schulen aufzubauen. Darüber hinaus sei geplant, bei Bedarf die Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes-mellitus-Typ-1 bei Ausflügen und Klassenfahrten zu unterstützen.

Eingebunden sind dabei zum Beispiel die Arbeitsgemeinschaft pädiatrische Diabetologie (AGPD) sowie die Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) – Landes­verband Nordrhein-Westfalen. Erste Schulungen und Klassenfahrtbegleitungen sollen noch in diesem Jahr organisiert werden. Dafür stellt die Landesregierung in diesem Jahr rund 90.000 Euro zu Verfügung.

Erst vor wenigen Tagen hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) neue Diabeteszahlen vorge­stellt. Demnach erkranken in Deutschland jährlich mehr als 500.000 Erwachsene neu an Diabetes.

Rund sieben Millionen Bundesbürger leben laut RKI mit der Stoffwechselkrankheit. Hoch­rechnungen sagen einen weiteren Anstieg voraus. „Die Gefahr, an Diabetes zu erkranken, wird viel zu häufig unterschätzt“, hatte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) betont.

In einer bundesweiten Umfrage des RKI und der Bundeszentrale für gesundheitliche Auf­klärung schätzten zudem fast 80 Prozent der rund 2.500 befragten Erwachsenen, die laut Tests eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Typ-2-Diabeteserkrankung hatten, ihr Risi­ko selbst als gering ein.

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft forderte, Patienten über 50 Jahre bei einer stationä­ren Aufnahme im Krankenhaus routinemäßig auf Diabetes zu testen.

© dpa/aerzteblatt.de
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