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Berliner Beamte und Angestellte fast 40 Tage krank pro Jahr

Freitag, 15. November 2019

/dpa

Berlin – Die Zahl der Krankheitstage bei den Berliner Beamten und Angestellten im Öffent­lichen Dienst ist erneut gestiegen. Die rund 120.000 Beschäftigten meldeten sich im vergangenen Jahr im Durchschnitt an 38,7 Kalendertagen krank. Das waren fünfein­halb Wochen. In den beiden vergangenen Jahren lagen die Zahlen bei etwas über 37 Ta­gen. Und davor deutlich darunter.

Das geht aus einer Antwort der Senatsfinanzverwaltung auf eine Anfrage des FDP-Abge­ord­neten Marcel Luthe hervor. Die Zahlen enthalten auch die Tage der Langzeiterkrank­ten, die den Durchschnitt erhöhen.

Am höchsten waren die Krankheitsstände bei der Feuerwehr. Die rund 4.000 Feuerwehr­leute und ihre Verwaltungskollegen meldeten sich 2018 im Durchschnitt rund 60 Tage krank – deutlich mehr als 8 Wochen. Im Vorjahr waren es noch 50 Tage. 2018 hatte es Protestaktionen von vielen Feuerwehrleuten gegen schlechte Arbeitsbedingungen gege­ben.

Die rund 22.200 Polizisten und weitere Mitarbeiter der Behörde kamen auf duchschnitt­lich 49,5 Kalendertage mit Krankmeldung. Die rund 42.000 Lehrer erschienen im Schnitt etwas mehr als vier Wochen (31,5 Kalendertage) wegen Krankheit nicht zur Arbeit. In den verschiedenen Senatsverwaltungen, anderen Behörden und den Bezirken sahen die Zahlen ähnlich aus.

Der FDP-Innenpolitiker Luthe sieht die Gründe für die vielen Krankmeldungen bei der Landesregierung: „Unter diesem Senat erreicht der Krankenstand im Öffentlichen Dienst einen historischen Höchststand - die logische Folge einer rein ideologischen Personal­politik ohne wirtschaftlichen Sachverstand.“

Damit werde die Arbeit auf immer weniger Schultern verteilt, Stress und Krankenstände würden weiter steigen und der Bürger bekäme immer weniger Leistungen, so Luthe. „Wenn der Senat nicht endlich beginnt, seine Beschäftigten wertzuschätzen und Inves­ti­tionen in deren Gesundheit als Gewinn zu sehen, wird sich diese Abwärtsspirale fortset­zen.“ © dpa/aerzteblatt.de

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