NewsPolitikModellvorhaben zur Versorgung psychisch kranker Menschen künftig mit längerer Laufzeit
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Modellvorhaben zur Versorgung psychisch kranker Menschen künftig mit längerer Laufzeit

Freitag, 15. November 2019

/Paolese, stock.adobe.com

Berlin – Modellvorhaben zur Versorgung psychisch kranker Menschen nach Paragraf 64b Sozialgesetzbuch (SGB) V dienen einer Weiterentwicklung der Versorgung auch im Sinne von sektorenübergreifenden Behandlungsansätzen. Sie sind bisher in der Regel auf längs­tens acht Jahre befristet. Ein Änderungsantrag im GKV-Kassenwettbewerbsgesetz sieht nun vor, die Befristung der Modellvorhaben auf 15 Jahre zu verlängern.

Die Krankenkassen müssten eine wissenschaftliche Begleitung und Auswertung der Modell­vorhaben veranlassen, um nachzuweisen, dass die Ziele erreicht wurden, heißt es in der Begründung des Änderungsantrags. Unter Vorlage dieses Evaluationsberichts nach Paragraf 65 SGB V könnten die Kranken­kassen und die Vertragsparteien auch jetzt schon bei den Aufsichtsbehörden eine Verlän­ge­rung beantragen.

Anzeige

Die gesetzlich vorgeschriebene wissenschaftliche Evaluation, mit der die Krankenkassen gemeinsam bundesweit die bisherigen Modellvorhaben zur Versorgung psychisch kranker Menschen nach Paragraf 64b evaluieren, sei 2014 mit einer Laufzeit von elf Jahren aus­ge­schrieben worden.

„Der Abschluss der Evaluation ist frühestens im Jahr 2025 zu erwarten“, heißt es in dem Änderungsantrag. Mit der Änderung im GKV-Kassenwettbewerbsgesetz werde die Befris­tung der Modellvorhaben verlängert, um nach Vorliegen des Berichts über die Auswer­tung der Evaluationsergebnisse über eine mögliche Überführung in die Regelversorgung sachgerecht entscheiden zu können. © PB/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

13. Dezember 2019
Würzburg – Ein „Deutsches Zentrum für Präventionsforschung Psychische Gesundheit“ (DZPP) hat die Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg gegründet. Es soll unter anderem Präventionsprogramme zur
Psychische Erkrankungen: Zentrum soll Präventionsprogramme entwickeln
5. Dezember 2019
Berlin – Der Anstieg der Arbeitsunfähigkeits(AU)-Tage aufgrund psychischer Störungen hält bei BKK-versicherten Arbeitnehmern unverändert an: sie haben sich seit 2008 mit 129 % mehr als verdoppelt.
BKKen fordern mehr Aktivitäten von Unternehmen zum Erhalt der psychischen Gesundheit der Mitarbeiter
5. Dezember 2019
Magdeburg – Mehr als ein Viertel der Schulkinder in Sachsen-Anhalt zeigt einer Studie zufolge psychische Auffälligkeiten. Bei etwa zwei Prozent der Jungen und Mädchen zwischen 10 und 17 Jahren in
Zwei Prozent der Schüler in Sachsen-Anhalt mit diagnostizierter Depression
5. Dezember 2019
Hannover – Cybermobbing und sexuelle Übergriffe unter Gleichaltrigen sind für viele Jugendliche alltäglich. „Die Formen der sexuellen Gewalt unter Jugendlichen gehen in dieselbe Richtung wie bei
Sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen gehören zum Alltag
3. Dezember 2019
Hamburg – Nach einer Pilotphase in Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen ist das Anti-Mobbing-Projekt „Gemeinsam Klasse sein“ der Techniker Krankenkasse (TK) und der „Beratungsstelle
Online-Angebot gegen Mobbing an Schulen bundesweit verfügbar
3. Dezember 2019
Hamburg – Junge Menschen fürchten sich überdurchschnittlich oft vor einer psychischen Erkrankung. 42 Prozent der 14- bis 29-Jährigen haben Angst davor, an einer Depresssion oder einem anderen
Junge Menschen fürchten sich oft vor psychischer Erkrankung
29. November 2019
Berlin – Internetgestützte und mobilbasierte Diagnostik- und Interventionsmöglichkeiten finden in der Psychiatrie zunehmend Verbreitung. Häufig handelt es sich dabei um Angebote zur Selbsthilfe und
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER