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In Hessens Gesundheitsämtern fehlen Ärzte

Montag, 18. November 2019

/dpa

Wiesbaden – Die hessischen Gesundheitsämter haben erhebliche Schwierigkeiten, ihre freien Arztstellen zu besetzen. Sie befürchten daher, ihre Aufgaben in Zukunft nicht mehr in vollem Umfang bewältigen zu können. Das geht aus einer Antwort des hessischen Sozialministeriums auf eine Anfrage des FDP-Landtagsabgeordneten Yanki Pürsün hervor.

Demnach müssen Stellen schon heute mehrfach ausgeschrieben und teilweise mit Medi­zi­nern besetzt werden, die nicht über die erforderliche Qualifikation verfügen. Die Ge­sund­heitsämter sind für Themen wie Gesund­heits­förder­ung, Vorsorge oder Aufklärung zuständig, bieten aber beispielsweise auch amtsärztliche Untersuchungen an.

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Als Hauptgrund für die Entwicklung nennt das Ministerium zu niedrige Gehälter. So sei es nur möglich, neue Ärzte für die Arbeit in Gesundheitsämtern zu gewinnen, wenn diese bereit seien, deutliche Gehaltseinbußen im Vergleich zum Kliniktarif in Kauf zu nehmen.

Ein Anreiz seien indes die festen Arbeitszeiten für junge Eltern. Laut Ministerium ist es zudem in einigen Gesundheitsämtern schwierig, eine Ausbildung zum Facharzt zu absol­vieren.

In den nächsten Jahren wird sich die Situation nach Einschätzung des Ministeriums wei­ter verschärfen, weil zahlreiche Ärzte in den Ruhestand gehen. Um gegenzusteuern, bezahlten einige Gesundheitsämter mittlerweile übertariflich oder gewährten Zulagen.

Zudem werden Traineestellen geschaffen, in denen frisch approbierte Ärzte die Facharzt­ausbildung für das öffentliche Gesundheitswesen absolvieren können. Weitere Maßnah­men sind regionale und überregionale Stellenausschreibungen, sowie das Angebot flexi­bler Arbeitszeiten und Modelle zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. © dpa/aerzteblatt.de

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