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Zusammenhang zwischen Eingreifshäufigkeit und Operationserfolg

Montag, 18. November 2019

/virojt, stock.adobe.com

Berlin – Krankenhäuser, die viele künstliche Hüft- und Kniegelenke implantieren, weisen in der Tendenz bessere Operationsergebnisse auf als Einrichtungen, die wenige Eingriffe durchführen. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) im neuen Jahresbericht 2019 des Endoprothesenre­gis­ters Deutschland (EPRD).

Der Report zeigt auch: Die verwendeten Prothesenkomponenten und -materialien sowie die Patienten selbst haben Einfluss auf die erfolgreiche Verweildauer einer Prothese im Körper, die sogenannte Standzeit.

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Laut der Fachgesellschaft nehmen mittlerweile etwa 750 der rund 1.200 in Deutschland Endoprothesen einsetzenden Kliniken am EPRD teil. Etwa 1,3 Millionen Implantationen sind darin registriert. Die Erfassungsrate lag zuletzt bei knapp 67 Prozent aller jährlichen endoprothetischen Eingriffe an Hüfte oder Knie.

„Tendenziell zeigt sich, dass je häufiger in einem Krankenhaus endoprothetische Eingriffe an Hüft- und Kniegelenk durchgeführt werden, desto niedriger im Allgemeinen auch die Ausfallwahrscheinlichkeiten sind“, sagte Carsten Perka. Der Ärztliche Direktor des Cen­trums für Muskuloskeletale Chirurgie, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Charité Berlin ist Sprecher des EPRD und Präsident der DGOOC.

Besonders deutlich werde dies beim Teilersatz des Kniegelenks, der unikondy­lären Knie­endoprothese. In Krankenhäusern, die diese Eingriffe nur selten durchführten, sei die Aus­fallwahrscheinlichkeit drei Jahre nach der Erstimplantation doppelt so hoch wie bei denen, für die dieser Eingriff fast schon den Regelfall darstelle.

„Wir können bereits jetzt die Prognose wagen, dass das künftige Implantateregister weni­ger Probleme mit den Implan­taten zeigen werden, sondern vielmehr Unterschiede in der Implantationsqualität zwischen den Krankenhäusern“, sagte Perka. © hil/aerzteblatt.de

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