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Kalifornien verklagt Juul

Dienstag, 19. November 2019

/picture alliance, AP Photo

Los Angeles – Der US-Bundesstaat Kalifornien hat eine Klage gegen den E-Zigaretten-Marktführer Juul angekündigt, weil dieser in Werbekampagnen Minderjährige ins Visier genommen haben soll.

Der kalifornische Generalstaatsanwalt Xavier Becerra erklärte gestern, Juul und die E-Zigaretten-Industrie wollten mit irreführendem Marketing Kinder in ihr „Netz“ locken. „Wir werden Juul und jedes andere Unternehmen zur Rechenschaft ziehen, die eine Gesundheitskrise befeuern.“

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Die Generalstaatsanwaltschaft von Kalifornien sowie die Staatsanwaltschaft Los Angeles werfen dem in San Francisco ansässigen Konzern „irreführende Praktiken“ vor. Juul soll mit seiner Werbung auch auf junge Menschen abgezielt und nicht vor gesundheitlichen Gefahren gewarnt haben.

Den Staatsanwälten zufolge soll das Unternehmen auch gegen seine Verpflichtung ver­stoßen haben, das Alter von Konsumenten zu überprüfen. Schließlich habe das Unter­nehmen die E-Mail-Adressen von Nutzern gespeichert, die sich als minderjährig heraus­gestellt hätten – und ihnen Werbung geschickt.

E-Zigaretten erfreuen sich schon seit Jahren stark wachsender Beliebtheit, vor allem bei jungen Konsumenten. In Kalifornien ist der Verkauf solcher Produkte an Menschen unter 21 Jahren verboten.

Im Sommer hatten bereits die US-Bundesbehörden Ermittlungen gegen Juul wegen „irre­führenden Marketings“ eingeleitet. Das Unternehmen erklärte damals, die Vermarktung seiner Produkte habe "niemals" auf Jugendliche abgezielt. Zugleich bedauerte es, dass eine auf Konsumenten zwischen 25 und 34 Jahren abzielende Werbekampagne den Ein­druck erweckt habe, dass diese sich an Minderjährige richte.

Juul war bis zur Debatte über mögliche Gesundheitsrisiken durch E-Zigaretten rapide ge­wachsen und steht in den USA inzwischen für mehr als 64 Prozent der Umsätze im E-Zi­ga­retten-Markt. Kürzlich zog das Unternehmen den Geschmack Minze zurück, nachdem eine Studie ergeben hatte, dass dies bei Schülern die beliebteste Sorte ist. Im Oktober hatte Juul bereits den Verkauf anderer aromatisierter Flüssigkeiten für E-Zigaretten ge­stoppt und Stellenstreichungen angekündigt.

Die Branche steht derzeit wegen einer Reihe von Lungenerkrankungen und Todesfällen nach dem Konsum von E-Zigaretten unter Druck. In den USA werden inzwischen mehr als 40 Todesfälle sowie mehr als 2000 Erkrankungen mit dem Konsum der elektrischen Ziga­retten in Verbindung gebracht.

Vor gut einer Woche gaben die US-Zentren für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC) bekannt, ein über die E-Zigaretten inhaliertes Öl, das aus Vitamin E gewonnen wird, sei als wahrscheinliche Ursache der Erkrankungen ausgemacht worden. © afp/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #715180
DrSchnitzler
am Mittwoch, 20. November 2019, 10:46

...Wahrheit und Klarheit: E-JOINTS sind keine E-Zigaretten!

Richtig ist:
- die E-Zigarette(nbranche) leidet unter massivem Druck

AUFGRUND GEZIELTER DESINFORMATION!

Vitamin-E-Acetat ist NIEMALS Bestandteil legaler "E-Zigaretten". ENDS (Electronic NICOTINE Delivery Systems) enthalten wässrigen Dampf (Polyethylenglycol PG, Vegetable Glycerin VG; beides sind Zuckeralkohole), ggf. Spuren flüchtiger Aromen, ggf. Nikotin. Maßgebliche Stimmen in D (z.B. BFR, DKFZ) informieren ausdrücklich dahingehend, dass "E-Zigaretten-Liquids" aus LEGALEN Quellen "sicher" sind (1).

Richtig ist:
die mutmaßlich verantwortlichen "Vaporizer" (WISSENTLICH IRREFÜHREND als "E-Zigaretten" bezeichnet) wurden zur Inhalation von THC-(Cannabis-)ÖL verwendet, das AUSNAHMSLOS in den untersuchten Proben Betroffener gefunden wurde (2), UNBENOMMEN ob sie sich des DROGENGEBRAUCHS bewusst waren oder nicht (3/29 Proben/Patienten). Dass man ÖLE aber nicht einfach so "AUF LUNGE" dampft, leuchtet schon ein (z.B. "LIPID-Pneumonie")?!?

Auch beim ersten (berichteten Todes-) Fall in Europa (3) war offensichtlich ein Cannabis-ÖL (unbekannter Herkunft?) im Spiel.


Soweit diesseits bekannt, hatte JUUL und jedenfalls anfangs (!) allerdings durchaus gezielt Jugendliche angesprochen, zB über soziale Medien (4). "Niemals" dürfte also eher eine Schutzbehauptung sein, auch wenn man inzwischen (auf öffentlichen Druck hin) zumindest "guten Willen" zeigt, dies zu unterlassen.
ANDERERSEITS ist die Rede von einer "Epidemie" (5) und jedenfalls bezogen auf einen REGELMÄSSIGEN Gebrauch (<1%, bezogen auf Menschen, die nichts mit Tabakzigaretten im Sinn haben) bei Licht betrachtet eher als "hysterisch" zu werten ("quit or die").


Und wenn Nikotin SELBST "abhängig" machen würde: WARUM BITTE ist davon KEIN EINZIGES WORT in den AMTLICH ZUGELASSENEN "Nikotinersatzpräparaten" zu lesen?
Zitat (6): »Eine ÜBERTRAGENE Abhängigkeit tritt selten auf, ist aber weniger schädlich und leichter zu durchbrechen als die Abhängigkeit vom Rauchen.« (Versalien vom Unterzeichner)

Was definitiv nicht dagegen spricht, HOCH nikotinhaltige Pods (6% in den USA, vs. 0-2% in Europa) ggf. einzig und allein Ex-Rauchern zugänglich zu machen (7).

_____________
Der Unterzeichner stellt ausdrücklich klar, dass a) kein Interessenkonflikt besteht, und b) auch für ihn der Schutz menschlichen Lebens unverhandelbar ist.

MfkG Dr. A. Schnitzler, FAfIM, Lüneburg

Referenzen (Zugriff 20.11.2019)
(1) https://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2019/39/dampfen__bfr_raet_vom_selbstmischen_von_e_liquids_ab-242478.html
(2) https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/E%2DZigaretten?nid=107306
(3) https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/107437/Belgische-Behoerden-melden-ersten-Todesfall-nach-E-Zigarettenkonsum
(4) https://www.welt.de/gesundheit/article196257445/Wie-die-E-Zigarette-Juul-bei-Instagram-cool-gemacht-wurde.html
(5) http://tobaccoanalysis.blogspot.com/2018/01/national-academy-of-sciences-report-on_24.html
(6) https://www.gelbe-liste.de/produkte/Nicorette-freshmint-2-mg-Lutschtabletten-gepresst_545365/fachinformation
(7) http://tobaccoanalysis.blogspot.com/2019/11/bill-passed-by-massachusetts-house.html
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