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Auszubildende berichten über arbeitsbezogene Gesundheitsprobleme

Dienstag, 19. November 2019

/dpa

Berlin – Gesunde Arbeitsplätze sind auch für Auszubildende (Azubis) bereits ein Thema: 58,8 Prozent von ihnen berichten über gesundheitliche Probleme, die mit dem Arbeits­platz zusammenhängen. Insgesamt bewerten die meisten Auszubildenden (83,2 Prozent) ihren Gesundheitszustand aber als „gut“ oder „sehr gut“. Das zeigt eine Befragung des Wissen­schaft­lichen Instituts der AOK (WIdO).

Laut der Umfrage bei 1.420 Nachwuchskräfte aus 359 Klein- und Mittelbetrieben berich­ten 63,7 Prozent der Auszubildenden von körperlichen und 52,3 Prozent von psychischen Beschwerden. Jeweils ein knappes Viertel gibt an, dass sie häufig oder immer unter Ver­spannungen (27,8 Prozent), Kopfschmerzen (26,2 Prozent) oder Rückenschmerzen (21,7 Prozent) leiden. 43,2 Prozent berichten, dass sie sich immer oder häufig müde oder er­schöpft fühlen.

Diese Symptome bringen die Azubis mehrheitlich mit ihrem Arbeitsplatz in Verbindung: Laut WIdO-Umfrage gibt mehr als jeder zweite Befragte (58,8 Prozent) mindestens eine arbeitsbedingte gesundheitliche Beschwerde an. Körperliche Gesundheitsprobleme wer­den dabei häufiger genannt als psychische Symptome (43,5 gegenüber 36,5 Prozent).

„Auch Azubis haben oft schon arbeitsbedingte Gesundheitsbeschwerden. Mit Blick auf den Fachkräftemangel in Deutschland könnten sich Betriebe mit passenden Gesund­heits­angeboten für diese Zielgruppe einen Wettbewerbsvorteil verschaffen“, sagte Klaus Zok, Studienleiter im Forschungsbereich Gesundheitspolitik und Systemanalysen des WIdO.

Dennoch sind drei Viertel der Auszubildenden (79,8 Prozent) sehr zufrieden mit den Arbeits­bedingungen in ihrem Betrieb. So äußerten 68,4 Prozent der Befragten, dass sie durch die Arbeit angemessen gefordert werden. 90,4 Prozent erleben ihr Arbeitsklima als spannungs­frei und 83,4 Prozent fühlen sich im Kollegenkreis anerkannt. Auch das Verhältnis zu ihrem Vorgesetzten bewertet die große Mehrheit als gut (87,7 Prozent).

Die Azubis sind laut der WidO-Umfrage sehr offen für Gesundheitsförderung im Betrieb: Vier von fünf Befragten halten betriebliche Gesundheitsangebote für gut (81,5 Prozent). Bei Frauen fällt die Zustimmung mit 86,6 Prozent noch höher aus als bei Männern (73,8 Prozent).

Den meisten Zuspruch bekommt ein gesundes Kantinenangebot, aber auch Entspannungs­angebote und Rückenschulungen sind für viele interessant. „Die Angebote sollten jedoch auf die junge Zielgruppe zugeschnitten sein. Das würde sie für weibliche und männliche Azubis gleichermaßen interessant machen“, so Zok.

© hil/aerzteblatt.de

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