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Politik

Neuer Pakt für Substitutions­therapie in Baden-Württemberg

Mittwoch, 20. November 2019

/dpa

Stuttgart – In Baden-Württemberg werden die Ärzte knapp, die Abhängigen eine Substi­tutionstherapie anbieten können. „Wenn wir nicht gegensteuern, droht in den nächsten Jahren in allen Stadt- und Landkreisen eine Unterversorgung substituierter Patienten“, warnte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha (Grüne) anlässlich eines „Substi­tutionsgipfels“ gestern in Stuttgart.

Laut dem Ministerium für Soziales und Integration leben in Baden-Württemberg rund 10.570 substituierte Patienten. Sie werden von 204 niedergelassenen Ärzten betreut. Deren Durchschnittsalter liegt bei rund 60 Jahren.

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Die Teilnehmer des Gipfels beschlossen einen „Pakt für Substitution“. Darin kommen sie überein, in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen alle Anstrengungen zu unterneh­men, damit Schwierigkeiten bei der Organisation der Substitutionsbehandlung vor Ort überwunden werden können. Außerdem wollen sie dafür sorgen, die Rahmenbedingun­gen für eine gute Substitutionsversorgung zu verbessern.

„Vor Ort auf Ebene der Stadt- und Landkreise bleibt die Sicherstellung der Versorgung durch substituierende niedergelassene Ärzte für substituierte Patienten weiterhin wich­tig“, heißt es in dem Dokument zum „Pakt für Substitution“. Daneben bedürfe die Substi­tutionsbehandlung künftig auch interdisziplinärer Substitutionsambulanzen mit ent­spre­chender Ermächtigung, die institutionell an eine Klinik oder ein Zentrum für Psychiatrie angegliedert seien. Auch bei diesem Modell könnten niedergelassene Ärzte eingebunden werden.

Lucha betonte, eine Abhängigkeit von Opioiden werde in der Regel von psychischen und somatischen Erkrankungen sowie psychosozialen Problemen begleitet. Deshalb müssten alle Institutionen eng zusammenarbeiten, welche die Patienten betreuen.

In den „Pakt für Substitution“ sind daher neben dem Ministerium für Soziales und Inte­gra­tion und der KV Baden-Württemberg auch die Lan­des­ärz­te­kam­mer, die Krankenkassen, der Land- und der Städtetag, die Landessstelle für Suchtfragen, die Landesapotheker­kammer und die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg eingebunden. © hil/aerzteblatt.de

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