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Ärzteschaft

Hausärzte wünschen sich Weiterführung der Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe

Mittwoch, 20. November 2019

/dpa

Düsseldorf – Auf den Unterstützungsbedarf von pflegenden Angehörigen hat der Haus­ärzteverband Nordrhein hingewiesen. „Diese oft ehrenamtliche Tätigkeit ist ein unver­zicht­barer Bestandteil in unserem Pflege- und Gesundheitssystem“, sagte der erste Vor­sitzende des Verbandes, Oliver Funken.

Sie verdiene „höchsten Respekt und Anerken­nung.“ Oftmals übernähmen Angehörige oder Freunde Aufgaben zu Bewältigung des Alltags. Sie seien als Gesprächspartner, Begleiter und Organisatoren wichtige soziale Vertraute.

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Der Verband lobte die Arbeit der Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe (KoPs). Diese bestehen seit 2015 und werden vom Land Nordrhein-Westfalen und den Pflegekassen gemeinsam finanziert. Die Mitar­beiter der Kontaktstellen informieren Interessierte über bestehende Selbsthilfe­gruppen für pflegende Angehörige, unterstützen die Gründung und den Aufbau neuer Selbsthilfe­gruppen und begleiten deren Arbeit.

Ziel ist es, Auszeiten für pflegende Angehörige zu ermöglichen und sich miteinander auszutauschen. „Vieles in der Betreuung und Pflege wird für Angehörige leichter, wenn es gute Anlaufstellen zur Information und zum Austausch gibt. Der Hausärzteverband Nord­rhein begrüßt die Initiative des Landes und sieht die Kontaktbüros der Pflegeselbsthilfe als wichtige Partner“, hieß es.

Die Kontaktbüros sind laut dem Hausärzteverband 2015 als Pilotprojekt gegründet wor­den. Ihre Finanzierung läuft Mitte 2020 aus. „Dieser gute Ansatz sollte aber weitergeführt und dauerhaft finanziert werden“, teilte der Verband dem Deutschen Ärzteblatt auf Nach­frage mit.

Laut einer Befragung der Universität Witten/Herdecke bei rund 1.500 pflegenden Ange­hörigen im Sommer 2019 sind diese durch die Pflege häufig sehr stark belastet und stellen ihre eigenen Bedürfnisse zurück.

Die Studienleiterin Sabine Bohnet-Joschko wies daraufhin, dass sich die pflegenden An­ge­hörigen mehr Unterstützung zur Bewältigung der Situation sowie zusätzlich Infor­mati­o­nen und Beratung wünschen.

Wichtige Themen seien unter anderem der der Erhalt der eigenen Gesundheit, die Verein­barkeit von Beruf und Pflege, die finanzielle Absicherung und Möglichkeiten einer Auszeit von der Pflege. © hil/aerzteblatt.de

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