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Landarztmangel: AOK unterstützt Initiative in Bayern

Donnerstag, 21. November 2019

/dpa

München – Die AOK Bayern will sich vermehrt für die ärztliche Versorgung in ländlichen Regionen einsetzen. Sie verdoppelt daher ihre Förderung für das Projekt „Landarzt­ma­cher“ auf bis zu 100.000 Euro pro Jahr. Die Initiative des Allgemeinmediziners Wolfgang Blank will Medizinstudierenden für den Arztberuf auf dem Land begeistern und bietet dazu unter anderem vierwöchige Praktika an.

Die AOK fördert Medizinstudierende dabei mit 850 Euro pauschal für Unterkunft, Verpfle­gung, Fahrkosten, Kurs- und Seminargebühren. Zudem stellt sie Mittel für die teilneh­men­den Ärzte, die Koordination, Organisation und Evaluation zur Verfügung.

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„Wir haben als langjährige und erfahrene Hochschullehrer die Gewissheit erlangt, dass die meisten jungen Ärzte grundsätzlich die Arbeit auf dem Land sehr hoch schätzen, sie aber zu viele Hindernisse auf dem Weg dorthin erleben und sich deshalb für die zweit­beste Möglichkeit, die Tätigkeit in der Stadt, zu entscheiden“, berichten die Initiatoren von „Landarztmacher“ auf der Internetseite des Projektes.

Ziel der Initiative sei, „den engagierten angehenden Kollegen den Weg zum Traumberuf ‚Arzt und Ärztin auf dem Land‘ zu ebnen“. Im Rahmen des Programms bekommen die Teil­nehmer Einblick in verschiedene ärztliche Fachbereiche – von Wundnahtkurs bis Notfall­behandlung. Zugleich erleben sie sektorübergreifendes Arbeiten zwischen niedergelasse­nen Haus-, Fach- und Klinikärzten in der Praxis. Die vierwöchigen Gruppenpraktika wer­den als Famulatur im Rahmen des Medizinstudiums anerkannt.

„Gemeinsam mit den Landarztmachern wollen wir einen Beitrag leisten, dass auch künf­tig eine wohnortnahe medizinische Versorgung in ganz Bayern sichergestellt ist“, sagte Peter Krase, Ressortdirektor Leistungsmanagement bei der AOK Bayern. Dazu gehöre auch, dem drohenden Landarztmangel in strukturschwachen Regionen entgegenzu­wirken.

Die AOK Bayern engagiert sich schon seit Frühjahr 2017 beim Projekt „Landarztmacher“. In dieser Zeit haben 115 Studierende an dem Programm teilgenommen. Die Rückmeldun­gen sind positiv: „Unser Ansatz, positive Eindrücke über die Tätigkeit von Ärzten auf dem Land zu vermitteln, ist erfolgreich“, sagte Wolfgang Blank. Die Studierenden könnten sich nach dem Projekt eher vorstellen, später auf dem Land zu arbeiten. © hil/aerzteblatt.de

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