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Ausland

Griechenland plant strikte Rauchverbote

Mittwoch, 20. November 2019

/dpa

Athen – Die griechische Regierung will im Kampf gegen das Rauchen verstärkt durchgrei­fen. Bis zum Jahr 2023 wolle man „eine Reduzierung des Rauchens um 25 Prozent errei­chen“, verkündete der konservative Premier Kyriakos Mitsotakis gestern bei einer Veranstal­tung des griechischen Ge­sund­heits­mi­nis­teriums. Anschließend stellte er per Twitter klar: „Der Feind ist das Rauchen, nicht die Raucher.“

Die angekündigten Strafen haben es in sich. Wer in Kindergärten, auf Spielplätzen oder im Innenbereich von Gesundheitsdienstleistern beim Rauchen ertappt wird, soll 200 Euro bezahlen. Wer als Autofahrer ein Kind unter zwölf Jahren dabei hat und raucht, soll 3.000 Euro zahlen müssen.

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Neben Privatpersonen will die Regierung auch Unternehmen und Organisationen in die Pflicht nehmen. Bars, Clubs und Tavernen sollen je nach Größe zwischen 500 und 10.000 Euro Strafe bezahlen, wenn sie das erste Mal dabei erwischt werden, das Rauchverbot nicht umzusetzen. Die Summen steigen bei weiteren Vergehen und reichen über die vorläufige Schließung des betreffenden Etablissements bis hin zum Entzug der Lizenz.

Offiziell gelten schon seit dem Jahr 2010 umfassende Rauchverbote in Griechenland. Da­mals aber schlug die Finanzkrise zu – und die Politik hatte anderes zu tun, als die Bürger durch strikte Rauchverbote noch weiter gegen sich aufzubringen. Noch immer rauchen mehr als 35 Prozent der Bevölkerung – damit liegt Griechenland im europäischen Vergleich ganz vorn. © dpa/aerzteblatt.de

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