NewsHochschulenInnovationsfonds fördert Projekt gegen Post-OP-Schmerz
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Innovationsfonds fördert Projekt gegen Post-OP-Schmerz

Freitag, 22. November 2019

/Uli, stock.adobe.com

Frankfurt – Die Deutsche Schmerzgesellschaft erhält vom Innovationsfonds des Gemein­samen Bundes­aus­schuss (G-BA) rund sieben Millionen Euro für ein Projekt, das dazu bei­tragen soll, dass Patienten nach Operationen weniger anhaltende Schmerzen haben.

An dem Projekt „Prävention operationsbedingter anhaltender Schmerzen durch Einfüh­rung eines perioperativen Transitional Pain-Service“ (POET-Pain) beteiligen sich zwölf Partner. Die wissenschaftliche Leitung hat Esther Pogatzki-Zahn übernommen, Oberärztin an der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitäts­klinikums Münster.

Anzeige

„Das besondere Augenmerk liegt auf speziellen, vor einer Operation identifizierten Risi­ko­gruppen, bei denen eine Chronifizierung postoperativer Schmerzen verhindert werden soll“, erklärte die Präsidentin der Deutschen Schmerzgesellschaft, Claudia Sommer vom Universitätsklinikum Würzburg.

Dazu soll nach ihren Angaben ein modulares, individuell an den Patienten angepasstes Interventionsangebot aufgebaut werden. Als Ergänzung der Regelversorgung und aus­schließlich für Risikopatienten werde ein sogenannter „Transitional Pain Service“ etab­liert. Dieser arbeitet im zeitnahen Umfeld des Eingriffs stationär und für sechs Monate nach der Operation ambulant.

„Damit besteht die Chance, dass sich zukünftig die Schmerz-Versorgung von Patienten nach einer Operation in Krankenhäusern verbessert und dass insbesondere bei speziellen, vor einer Operation identifizierten Risikogruppen eine Chronifizierung postoperativer Schmerzen verhindert wird“, hieß es aus der Deutschen Schmerzgesellschaft.

Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und nach Abschluss umfassend evaluiert. „Im Idealfall könnte der Service nach Projektende regelhaft in die Strukturen des deutschen Gesundheitswesens eingebaut werden“, hofft Sommer. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

5. Dezember 2019
Berlin – Experten aus 22 Fachgesellschaften haben unter Leitung der Deutschen Schmerzgesellschaft die S3-Leitlinie „Langzeitanwendung von Opioiden bei nicht tumorbedingten Schmerzen“ überarbeitet.
Leitlinie zur Langzeitanwendung von Opioiden aktualisiert
27. November 2019
Seattle – Migräne-Patienten aus Kanada, die zur Selbstmedikation Cannabis (legal) einsetzen, sind mit der Wirkung der Droge zufrieden. Die Auswertung einer Smartphone-App ergab, dass die Schmerzen
App-Studie: Wirkung von Cannabis auf Kopfschmerzen kann nachlassen
27. November 2019
New York – Pharmaunternehmen, die Schmerzmittel produzieren, könnte in den USA nach einem Zeitungsbericht weiterer großer rechtlicher Ärger drohen. Die Justizbehörden prüfen im Rahmen einer
US-Behörden stellen Pharmaunternehmen auf eine Stufe mit Drogendealern
22. Oktober 2019
Hanover – Patienten haben weniger Schmerzen, wenn ihre Ärzte selbst an die Wirksamkeit der Behandlung glauben. Das geht aus einer Studie in Nature Human Behaviour hervor. Demnach spiegele sich die
Erwartungen des Arztes beeinflussen Schmerzempfinden von Patienten
14. Oktober 2019
Silver Spring – Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat mit dem Serotonin-Agonisten Lasmiditan ein neues Medikament zur Behandlung von Migräneattacken bei Erwachsenen zugelassen. Lasmiditan darf anders als
USA: Serotonin-Agonist Lasmiditan zur Behandlung von Migräneattacken zugelassen
9. Oktober 2019
Stuttgart – Neue Substanzen könnten für Migränepatienten, bei denen die Einnahme von Triptanen kontraindiziert ist, eine Therapieoption sein. Das haben Experten auf der Jahrestagung der Deutschen
Neue Substanzklassen für Akuttherapie der Migräne in klinischer Prüfung
4. Oktober 2019
New York – Ein Bündnis von US-Bundesstaaten geht rechtlich gegen millionenschwere Boni-Pläne des umstrittenen Schmerzmittel-Herstellers Purdue Pharma vor. Es gehe um Sondervergütungen in Höhe von 38
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER