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Notfallplan für Krankenhäuser: Frankreichs Regierung macht Zugeständnisse in Milliardenhöhe

Mittwoch, 20. November 2019

/frankreich-paris-lemélangedesgenres, stock.adobe.com

Paris – Die französische Regierung will mit Zugeständnissen in Milliardenhöhe die ange­spannte Lage in den Krankenhäusern in den Griff bekommen. So soll das Krankenhaus­bud­get in den kommenden drei Jahren um 1,5 Milliarden Euro erhöht werden, kündigte Premierminister Édouard Philippe heute an.

Außerdem werde der Staat Schulden in Höhe von zehn Milliarden Euro übernehmen, damit die Krankenhäuser sich auf ihr Kerngeschäft anstatt auf die Rückzahlung von Krediten konzentrieren könnten.

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Ärzte, Pfleger und Verwaltungsmitarbeiter hatten in den vergangenen Monaten immer wieder gestreikt und mehr Geld und zusätzliches Personal gefordert. Sie klagen über Überlastung – die öffentlichen Krankenhäuser stehen seit Jahren unter massivem Druck.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte daraufhin in der vergangenen Woche einen Notfallplan angekündigt, der nun vorgestellt wurde.

Rund 40.000 Krankenschwestern und Pfleger, die weniger als 1.900 Euro pro Monat im Großraum Paris verdienen, sollen nun außerdem einen jährlich Bonus von 800 Euro erhalten. „Wir hörten ihre Wut, wir hörten ihre Erschöpfung, wir hörten ihre Notlage“, sagte Philippe.

Frankreichs Ge­sund­heits­mi­nis­terin Agnès Buzyn versprach außerdem einen jährlichen Bonus von 300 Euro, der etwa 600.000 Angestellten zugute käme. Ziel der Maßnahmen sei es, den Verwaltungsaufwand zu verringern und die Arbeit in den öffentlichen Kran­ken­häusern wieder attraktiver zu machen. © dpa/aerzteblatt.de

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