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Europaweite Studie soll personalisierte Therapie bei Autoimmun­erkrankungen verbessern

Montag, 25. November 2019

Philipps-Universität Marburg /picture alliance, imageBROKER

Marburg – Ein tieferes Verständnis der molekularen Mechanismen von Autoimmun-, Allergie- und Entzündungszuständen soll eine europaweite Analyse von mehr als 50.000 Patienten in 50 klinischen Studien ermöglichen.

Das Forschungskonsortium „3TR - Identification of the Molecular Mechanisms of non-response to Treatments, Relapses and Remission in Auto­immune, Inflammatory, and Aller­gic Conditions“ vereint Experten von 69 Partnerinstitu­tionen aus 15 europäischen Län­dern. Der Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg ist Teil des Konsorti­ums.

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„3TR ist eine bemerkenswerte Kooperation von Kliniken, Grundlagenforschern und Unter­nehmen. Zum Teil arbeiten hier Firmen gemeinsam an besseren Behandlungsmöglichkei­ten, die eigentlich in Konkurrenz zueinanderstehen. Darüber hinaus wird die enge Einbin­dung medizinischer Einrichtungen dazu beitragen, relevantes Wissen rasch in Kliniken umzusetzen“, sagte Bernd Schmeck, der das Marburger Teilprojekt gemeinsam mit Claus Vogelmeier leitet.

Der europäische Verbund wird sieben immunvermittelte, allergische und entzündliche Krankheiten analysieren: Systemischer Lupus erythematodes, rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose, entzündliche Darmerkrankungen einschließlich Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, Asthma und Chronische obstruktive Lungenerkrankung. „Auf den ersten Blick erscheinen diese Krankheiten sehr unterschiedlich. Es gibt allerdings Hinweise, dass es auf molekularer Ebene ähnliche Muster gibt“, sagte Schmeck.

Bei der Studie sollen diese Muster identifiziert und in Biomarker überführt werden, um damit Behandlungswege sowie das Krankheits- und Patientenmanagement zu verbessern. Dafür werden Daten beispielsweise zu molekularen Profilen in Blutzellen von mehr als 50.000 Patienten auf einer zentralen Datenverwaltungsplattform zusammengeführt.

Das Vorhaben wird mit mehr als 80 Millionen Euro über sieben Jahre von der „Innovative Medicines Initiative 2“ (IMI2) gefördert, einem gemeinsamen Unternehmen der Europäi­schen Union und des Europäischen Verbands der pharmazeutischen Industrie und Verbän­de. © hil/aerzteblatt.de

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