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Junge Notfallmediziner richten Kollegen-Hotline zur Beratung bei belastenden Situationen ein

Donnerstag, 21. November 2019

/bst2012, stockadobecom

Berlin – Ärzte, die im Berufsalltag belastende Situationen erleben, können jetzt von Kolle­gen Hilfe erhalten. Die Nachwuchsorganisation der Deutschen Gesellschaft für inter­disziplinäre Notfall- und Akutmedizin (Young DGINA) hat eine spezielle Beratungs-Hot­line initiiert.

„Wir möchten allen Kollegen, die im Rahmen der Versorgung von Patienten in der Prä- und Akutklinik immer wieder von belastenden Vorfällen und kritischen Situationen be­troffen sind, unterstützen“, hieß es aus der Organisation.

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Bei der Hotline namens EMPTY (Emergency Medicine Problem Talk der Young DGINA) könne jeder, der sonst keinen Ansprechpartner habe, anrufen und ein strukturiertes soge­nanntes Peer-Support-Gespräch erhalten, sagte die Initiatorin des ehrenamtlichen Ange­botes, Isabel Lück, dem Deutschen Ärzteblatt. Sie ist die Board-Sprecherin der Young DGINA.

Bei den Gesprächen gehe es nicht darum, Ursachen, Schuldfragen oder versicherungs­rechtliche Probleme zu klären, sondern da­rum, einen unabhängigen Gesprächspartner auf Augenhöhe zu finden, so Lück. In bis zu zwei Gesprächen werde die zum Anruf führende Belastung strukturiert besprochen. Außerdem könnten die Anrufer sich zu weitergehen­den Betreuungsmöglichkeiten beraten lassen.

„Wir garantieren Euch am Telefon einen Ansprechpartner, der selbst entweder im pflege­rischen, präklinischen oder im ärztlichen Bereich intensive Erfahrung in der Akut- und Notfallmedizin hat und speziell als Peer durch die PSU – Akut Stiftung geschult wur­de“, teilte die Young DGINA mit.

Die Hotline ist jeden Montag zwischen 16 und 19 Uhr unter 0171/1274658 erreichbar. Es ist auch möglich, eine E-Mail an empty@dgina.de mit einer Rückrufnummer zu senden. © hil/aerzteblatt.de

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