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Zahl der Toten durch E-Zigaretten in den USA steigt weiter

Freitag, 22. November 2019

/dpa

New York – Die Zahl der Toten nach dem Gebrauch von E-Zigaretten in den USA steigt wei­ter an. 47 Menschen seien bislang gestorben, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC gestern mit.

Die Opfer stammten aus 25 US-Bundesstaaten und seien zwischen 17 und 75 Jahren alt gewesen. Die Zahl der Erkrankten nahm auf nun 2.290 bestätigte Fälle zu. Vor einer Woche hatte die CDC noch von 42 Toten und 2.172 Kranken berichtet.

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Die Ursache für die Lungenschäden ist laut CDC noch immer nicht vollständig geklärt. Als eine mögliche Ursache war zuletzt ein aus Vitamin E gewonnenes Öl ausgemacht wor­den.

In Deutschland und auch europaweit ist bislang kein ähnlicher Anstieg von Lungen­schä­di­gun­gen bekannt. Die Beschwerden scheinen sich weiterhin auf Nutzer in Nordamerika zu beschränken. In Deutschland sind die Zusammensetzungen der Wirkstoffe von E-Ziga­retten strenger reguliert als in den USA. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #767798
Cryonix
am Dienstag, 3. Dezember 2019, 12:15

Noch einmal zum Eingangsthema E-Zigarette

Ich hatte gestern ein längeres Gespräch mit Dr. Henkler-Stephani, wobei es im Kern um die säureadditiverten ENDS ging. Diese bereiten mir persönlich deutliches Unbehagen, da sie aufgrund der hohen Nikotinlieferfähigkeit, die einer Normalzigarette auch noch überlegen ist, das Potential aufweisen, in falschen Händen (Kids) zu einer raschen Abhängigkeit zu führen. Vielleicht muss der Regular hier nachschärfen, denn die nächsten Kandidaten mit organischen Säuren sind bereits am Markt. In dem Fall wird Salicylsäure (Patentumgehung?) verwendet.
Und soeben erreichte mich die Nachricht, dass bei einem medizinischen Fachpublikations-Organ die wichtige Dundee Studie (1) im Trubel der EVALI Nachrichten untergegangen sei und man selbstverständlich darüber berichten werde. Darin ging es im Kern darum, dass die kardiovaskulären Risiken bei Rauchern bereits 4 Wochen nach Umstieg auf eine E-Zigarette siignifikant reduziert wurden - einhergehend mit Verbesserung der Endothelfunktion. Die Studie liefert valide Daten, ist über entsprechend groß angelegten Beobachtungszeitraum angelegt gewesen und die Probandenguppe auch ausreichend groß bemessen.
Abhängigkeiten oder Einflussnahme sind auszuschliessen.

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(1) http://www.onlinejacc.org/content/early/2019/11/12/j.jacc.2019.09.067
Avatar #79783
Practicus
am Montag, 2. Dezember 2019, 23:01

@Dr Schnitzler

wir Ärzte, die seit vielen Jahren Suchtkranke behandeln, sehen immer wieder, dass der größte Schaden nicht durch die Substanzen (außer bei Alkohol und Tabak), sondern durch die Illegalisierung und die damit verbundene Verfolgung mit bizarr hohen Strafen und Nebenstrafen (siehe dazu Th. Fischers Kolummne in der Zeit).
Unter illegalen Bedingungen vervielfacht sich ja auch die Tödlichkeit von Alkohol (zB in Indien oder der Türkei).
Nur auf der Nachfrageseite kann das Drogenproblem gelöst werden - man achte auf die Raucherzahlen unter Jugendlichen, die ohne drastische Strafen weniger werden...
Warum sollen Erwachsene nicht unter regulierten und kontrollierten Bedingungen Drogen konsumieren dürfen?
Es geht nicht um freien Verkauf wie in Teilen der USA, Canada, Uruguay... obwohl das für Cannabis denkbar wäre.
Legaler Erwerb vom maximalen Mengen pro Woche oder Monat, deklarierte Gehalte an THC und CBD, geeignete Kennzeichnung um jede Charge den berechtigten Personen eindeutig zuzuordnen - heute alles möglich, auch für andere Drogen.
Dadurch kann dem illegalen Markt der wirtchaftliche Boden entzogen werden - mt erheblichem Einfluss auf die gesamte Kriminalität, die Drogenbarone müssen sich dann andere Betätigungsfelder suchen.
Die Prohibition tötet , sorgt für hohe Gewinne der Kriminellen, beschäftigt Polizei und Justiz, gefährdet die Gesundheit und macht Jugendschutz unmöglich.
Hier nachzulesen: https://transformdrugs.org/product/after-the-war-on-drugs-blueprint-for-regulation/
Viel Vergnügen bei der Lektüe! Die deutsche Version gibt es bei Akzept.e.V. -leider gegen eine Schutzgebühr von 10 EUR
Nur so lassen sich Jugend- und Konsumentenschutz verwirklichen!
Avatar #715180
DrSchnitzler
am Samstag, 30. November 2019, 13:48

... Legalisierung von Drogen?

@Praktikus: Bitte nehmen Sie höflichst zur Kenntnis, dass wir Ärzte den Alltag oft ein wenig anders erleben als ein Durchschnittsbürger, nämlich – vielleicht – nicht unbedingt "repräsentativ". EIN Kernpunkt ärztlicher Aufmerksamkeit richtet sich auf (relevante) "Risiken" jedweder Art, und seien sie ggf. noch so selten.

Wir sehen z.B. immer wieder einzelne, vielfach junge Menschen, deren Biographie wie Gesundheit durch Drogen (hier: "Betäubungsmittel") VÖLLIG ZERSTÖRT ist; gerade die "vaping illness" ("EVALI") ist doch gerade diesbezüglich (neben langjährig bekannten Fällen, z.B. Heroin) ein erschreckendes Beispiel! Man kann doch bitte nicht im Ernst von uns verlangen, dabei völlig emotionslos oder "unparteiisch" zu bleiben, oder uns gar "Desinteresse" vorhalten; das ist doch – mit Verlaub – Unfug.

Von daher haben Stellungnahmen wie die des BÄK-Präsidenten und aus ärztlicher Sicht, und wie immer man dazu stehen mag, ihre volle und jedenfalls SUBJEKTIVE Berechtigung und unterliegen überdies – wie alle (!) Meinungen – in einem Rechtsstaat höchstem Schutz.

Ein VÖLLIG ANDERES Thema ist eine Legalisierung. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um einen RECHTLICHEN Sachverhalt, zu dem man auch als Arzt jede vorstellbare MEINUNG haben kann. Persönlich beurteile ich diesen Aspekt differenziert: einerseits sehe ich die katastrophalen Schäden von Betroffenen (was grds. – z.B. zwecks "Mengenbegrenzung" und Vermeidung des Eindrucks einer "Bagatellisierung" – eher für eine Beibehaltung von Verboten sprechen könnte), andererseits ist nicht von der Hand zu weisen, dass bspw. die "vaping illness" insbesondere mit der Ilegalität zusammenhängt. WÜRDE der Staat also einen Teil der Verantwortung für die Konsumenten übernehmen, indem er Drogen KONTROLLIERT, was notwendigerweise eine "Legalisierung" voraussetzt (und sofern man nicht auf die – auch historisch gesehen: utopische – Option "völlige Abschaffung" resp. "völlige Abstinenz" setzt), wäre natürlich – und allein DIESBEZÜGLICH – viel gewonnen.

Schlussendlich muss dieses Thema gesellschaftlich gelöst werden, und – aus ärztlicher Sicht – der "Verbraucherschutz" unter sich naturgemäß widersprechenden Bedingungen so gut wie nur immer möglich gewährleistet werden.

Also Bitte um ein wenig differenziertere Betrachtung. Selbstverständlich gebe ich Ihnen vollumfänglich recht, soweit Sie diesen Anspruch ALLEN Seiten vorhalten; genau das ist doch der Kernpunkt meiner beharrlichen Kritik zum Thema "E-Joints" vs. "E-Zigaretten".
Avatar #79783
Practicus
am Freitag, 29. November 2019, 23:57

Die BÄK-Präsidenten

sind seit jeher eher Prediger von verschwurbelter Standesethik und GsD nicht alleinige Vertreter der Ärzteschaft.
Leider repräsentieren die Herren in ununterbrochener Reihe nicht die Gesamtheit der Ärzteschaft, sondern nur ihre standespolitischen Stammtische (für die engagierte Ärztekeine Zeit haben).
Deutsche Ärzte interessieren sich nicht für Drogenprobleme, solang nicht die eigene Familie betroffen und die Flasche Rotwein am Abend noch ok ist.
Herr Dr. Reinhardt ist da so kompetent wie Frau Mortler war ("Cannabis ist verboten, weil es eine illegale Droge ist").
Die Beratungsgremien der BÄK sind auch nicht besser, z.B. Prof. Tom Bschor, AKDÄ: Eine Abstinenz, die nicht erkämpft und erlitten wird, ist wertlos"
Angesichts des Unfugs, den hier teilweise medizinische Laien unbesorgt veröffentlichen dürfen, wird hier adminsitrativ gar nichts gemacht, wir dürfen noch schreiben, was wir wollen!
Avatar #767798
Cryonix
am Freitag, 29. November 2019, 06:01

@Practicus

Sie wissen aber schon, wo Sie hier schreiben? Das ist das Publikationsorgan der BÄK, deren Präsident, Dr. Reinhardt erst kürzlich eine unmissverständlich harte Haltung bekräftigt hat: „Es gibt keinen Grund, noch eine weitere Droge zuzulassen.“
(Bezug auf ggf. kontrollierte Freigabe von Cannabis)
Avatar #79783
Practicus
am Freitag, 29. November 2019, 01:20

@Cryonix

Danke für die umfangreiche Recherche und Darstellung.
Das Ergebnis erlaubt nur eine Interpretation: Ende der Illegalisierung! Nur ein kontrollierter und regulierter legaler Zugang erlaubt Verbraucher- und Jugendschutz. Der "Law-related-Harm" ist bei allen Drogen (einschließlich Alkohol und Tabak) immer größer als der "Drug-related-Harm".
Überall, wo staatliche Verbote und Verfolgung einen kriminellen Markt förder, steigt der Verkauf gefährlich verunreinigter oder falsch deklarierter Stoffe mit entsprechenden Gesundheitsschäden.
LEGALIZE IT
(After the War on Drugs - Blueprint for Regulation, kostenloser Download bei transform.org)
Avatar #767798
Cryonix
am Donnerstag, 28. November 2019, 15:28

Richtigstellung bez. Illegaler Drogen II.

II. @ Staphylococcus,
Sie sprachen ein Lifestyleprodukt an – ja genau darum geht es. Ich hoffe, der Hausherr erlaubt die Erläuterungen…mir ist durchaus klar, in welcher Empfangshalle ich hier stehe.
Die US Cannabisindustrie ( ca. 235.000 Beschäftigte, Milliarden Umsätze) ist natürlich bestrebt, ihre Produkte weiter zu veredeln, d.h. aus der Schmuddelecke Kiffer herauszuheben. Dazu gehört auch, sich um neue Darreichungsformen zu bemühen und zu entwickeln, damit das Ganze viel mehr Richtung eines Lifestyleproduktes – natürlich mit neuen Absatzmärkten im Auge - etabliert wird. (Lassen wir dabei bitte konsequent die Debatte darüber, ob nun Genussmittel oder Rauschdroge aussen vor). Ein Konsum ohne Tabakzusatz (klassischer Joint), Asche und Rauch, ohne glasbläserische Monsterkonstrukionen, ein Konsum, der jederzeit auf Knopfdruck wieder beendet werden kann, das ist das Produkt, wofür die E-Zigarette Pate gestanden hat. Diese Kartuschen erfreuen sich seit ca. 4 Jahren mindestens 2-stelliger Zuwachsraten/Anno. In den Bundesstaaten, in denen Cannabis legal ist, können Sie – eine Marijuana-Card vorausgesetzt – diese ganz bequem in Dispensaries oder auch online erwerben. Der ganze Herstellprozess ist staatlicherseits überwacht und nur lizensierten Betrieben erlaubt. Der Inhalt der Kartuschen ist hochkonzentriert und erfordert einen immensen Rohmaterialeinsatz – heisst mit anderen Worten sehr teuer. Mir ist das Verhältnis Einwaage/Endprodukt aber nicht bekannt. Der apparative Aufwand ist hoch, da viel mit überkritischer CO2-Extraktion gearbeitet und anschliessend mehrfach rektifiziert wird. (Preis Extraktor in großtechnischer Ausführung ca. 200.000$ ) Dafür reicht der Inhalt einer Kartusche offenbar (THC ~ 75%...95%) einige Tage bis Wochen.

Zurück zur E.Zigarette
II. Das White House hat den wortgenauen Transcript der letztwöchigen Debatte zur Youth-Vaping-Crisis in Präs. Trump´s Office online gestellt ( 1) Lesedauer ca. 2h
Ich habe mich da durchgearbeitet und mir sind dabei zwei Dinge aufgefallen.
Zum einen wurde überhaupt nicht die Additivierung mit Benzoesäre und der damit m.E. verbundenen Gefahr herausgestellt.
Big-T forschte schon in den 80ern an einer Saucierung der Filler - vorzugsweise an natürlichen Substanzen, die originär auch Nicotiana tabacum zuzuordnen wären. Boshafte Verleumder meinten damals schon zu wissen, warum….
In Wahrheit ging es darum, dem Light-Produkt, der schadstoffreduzierten Zigarette noch etwas mitzugeben oder zu belassen, was dem Stark-Raucher dennoch etwas bietet. Nämlich den Kick, den Flash. Und der Weg dahin führt eigentlich nur über eine Erhöhung des Nikotingehaltes. Dem sind aber sofort Grenzen gesetzt, da der Geschmack darunter derart leidet, dass das Ganze von kratzig, harsch bis Hustenanfall auslösend limitiert ist. Abhilfe versprach die Verschiebung des pH in den sauren Bereich und dabei fielen organische Säuren als vielversprechend in den Focus dieser Forschung.
Jahrelange Sendepause
Bis dann über das Startup Ploom, anschließend umbenannt in Pax und nunmehr von JUUL in den Archiven - des, aus dem Master-Settlement-Agreement resultierende Erbe von Millionen Seiten der Tabakindustrie, die auf gerichtliche Anordnungen online zu stellen waren, - dieses Wissen wieder ausgegraben wurde.
JUUL (US) weist Nikotingehalte von 59 mg/ml (2) und Benzoesäure um 44,8mg/ml auf. Diese Kombination - auch „freebase nicotine“ oder „nicotine salts“ genannt – führt zu einer extrem kurzen Anflutung und eine in der Serum-Nikotin Peakhöhe deutlich einer konventionellen Zigarette überlegenen Exposition (2), dass der Kick, der Flash dieses euphorisierende Gefühl genau das ist, worauf Jugendliche abfahren. Bei der Nikotinmenge in nur einer Kapsel, die z.T. deutlich höher ausfällt, als eine ganze Schachtel Normalzigaretten, ist nicht verwunderlich, wenn bereits nach sehr kurzer Gebrauchsdauer Abhängigkeit eintritt. Die JUUL erfüllt – im Gegensatz zu ihren direkten Ahnen genau das „Lifestyle“-Profil von oben. 2 Komponenten, narrensicher in der Anwendung, kein Dampf, kein Geruch, jederzeit ein-auschaltbar und aufgrund der Größe (USB-Stick) kann das Ding sofort verschwinden, um einer Enttarnung vorzubeugen. ((3)kompletter Artikel dazu bei Reuters-investigativ (en) )
Die Vorläufer dagegen waren nur zum diskontinuierlichen Gebrauch, mussten entleert, gesäubert und jedesmal neu befüllt werden.
II. Bei der Anhörung kam zwar kurz zur Sprache, dass das „Vapen“ in den USA von Vätern und Müttern, die sich hinter die Tresen gestellt und diesen Markt von unten heraus komplett aufgebaut und nicht erst zum Schluss von oben mit Millarden den Markt betreten hätten, worauf der Präsident anerkennend sagte „they are great people, great people – i love them“ aber ein zweiter Aspekt fehlt mir:
Die klassische E -Zigarette, wie sie seit 15 Jahren am Markt ist, kann das JUUL- Erlebnis gar nicht bieten! Die Aufnahmemenge und Geschwindigkeit an Nikotin ist viel geringer, sodass der Flash gar nicht, bis kaum auftritt. Was auch dazu führt, dass etliche Umsteige-Interessierte schon nach einer Woche aufgeben, da etwas fehlt. Die „erfolgreichen“ Nutzer haben mit einigen bis etlichen Anstrengungen und wochen- monatelanger Selbsttitration erst lernen müssen, mit der neuartigen Nikotinaufnahme umzugehen. Von daher für Jugendliche viel weniger bis gar nicht interessant. Herzu kommt ein höherer Unterhaltsaufwand sowie deutlich höhere Anschaffkosten.
Schlussfolgerung
1. Die Lung Injury Crisis ist definitiv gesichert auf gestreckte, illegale Kopien von THC-Kartuschen zurückzuführen
2. Die Youth-Vaping-Crisis entstand erst, nachdem neue Akteure mit ihren Nikotinsalzen die Bühne betraten. Von daher auch nicht der tradierten E-Zigarette zuzurechnen, denn sonst wäre diese Epidemie schon Jahre früher ausgebrochen!
---------------------------------------------
(1) https://www.whitehouse.gov/briefings-statements/remarks-president-trump-listening-session-youth-vaping-electronic-cigarette-epidemic/

(2) https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2755483
(3) https://www.reuters.com/investigates/special-report/juul-ecigarette/
Avatar #767798
Cryonix
am Donnerstag, 28. November 2019, 15:27

Richtigstellung bez. Illegaler Drogen I.

Diese THC-Carts zur Gänze als illegal abzutun, trifft nicht zu. Denn sie sind legal – aber nicht in allen Bundesstaaten. Darin liegt die Crux. Dort, wo die unter Prohibition sind, ist der Konsument auf den Schwarzmarkt angewiesen. Und dort war auch der erste Ausbruch zu verzeichnen.
Wenn in Analysen Beimengungen gefunden wurden, ist das dem hochgradigen Verschnitt geschuldet (1). Die CDC haben bis 88% VitaminE analysiert – bleibt ein Rest von 12%. Die „vermeintliche“ Wirkstärke auf dem Etikett besagt aber 94%. Wo aber sollen die herkommen, wenn nicht der Dealer mit anderen, hochpotenten Dosagen nachhilft?
Und Nein, das ist überhaupt nicht das, was der Konsument erwartet, gar bevorzugt. Der verlangt ein hochreines natürliches Produkt, was ihm die offiziellen Erzeuger auch bieten. Die Spice Produkte und deren Ableger dagegen haben einen sehr schlechten Ruf. Davon möchte niemand über einen Panikhorror, Intensivstation am Ende auf dem Friedhof landen.
Dass der Markt damit floriert, liegt wohl daran, das als Produktionsstätte eine Garage genügt. Keine Coca-Plantage, kein Mohnfeld und keine Cannabiszucht mit aufwändiger Veredelung sind dafür nötig.
Die in der ersten Welle festgenommenen Brüder Huffhines haben täglich 5000…6000 Kartuschen gefüllt und in den Markt gedrückt! Und auch Nein, das ist definitiv auch nichts für Hobbyisten, die E-Zigaretten modifizieren oder den 3-D-Druck. Dazu braucht es einen potenten Vorlieferanten, der die gewünschten Quantitäten überhaupt liefern kann. Das dabei zunächst ausgemachte Label „Dank-Vapes“ gibt es gar nicht, oder besser gleich 1000fach. „Dank“ ist ein slang-Wort für hochpotentes Haschisch und in der chinesischen Druckerei werden 100.000de Umkartons mit Fantasiesignets Marke Dank-Vape bedruckt. Ebenso können Sie dort bis heute (schlechte) Kopien der offiziellen California-, auch Canada Labels beziehen. Jeder Schwarzmarkthändler, der an „verwertbares“ Rohmaterial kommt, kauft da ein. Und dabei ist denen die Qualität der verarbeiteten Partie vollkommen wurscht, es wurde auch verschimmeltes oder hochgradig mit Pestiziden belastetes Material ausgepresst. Dem Zitat Dr. Henkler-Stephani´s nach (Beitrag Belgien), hat es in Californien eine Blütenknappheit gegeben und da kamen „Honey-Cut“ und andere wie vom Himmel geschickt. Das Zeug versprach ungeahnte Verschnittgrade, ohne die erwünschte Viskosität nennenswert zu beeinträchtigen und wurde den Herstellern kartonweise aus dem Haus geschleppt.

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(1) CDC Weekly, v. 25.10.2019 Fussnote:
The other 16 analytes are diazion, phorate, terbuphos, tetramine, paraoxon parathion, pentazocine, scopolamine, codeine, strychnine, aldrin, endrin, dichlorodiphenyltrichloroethane (DDT), fentanyl, dichlorodiphenyldichloroethylene (DDE), arecoline, pilocarpine, and morphine.

Avatar #715180
DrSchnitzler
am Donnerstag, 28. November 2019, 00:31

... E-Joints sind keine E-Zigaretten.

Hier (1) die neuesten Analysen der CDC zu »Characteristics of E-cigarette, or Vaping, Products Used by Patients with Associated Lung Injury and Products Seized by Law Enforcement — Minnesota, 2018 and 2019«.

Erneut bestätigt sich die (von Beginn an vorgetragene und – zunächst – durch klare epidemiologische Befunde belegte) Aussage, dass EINZIG "E-Joints", NIEMALS aber "E-Zigaretten" die wahre Ursache der "vaping illness" (EVALI) sind.

DIe Ergebnisse werden von Prof. Michael Siegel (2) wie folgt zusammengefasst (Übersetzung vom Unterzeichner):

»Die Studie berichtet über die Ergebnisse von Labortests im Bundesstaat Minnesota, bei denen bis zum 31. Oktober 96 bestätigte Fälle auftraten. Hier die maßgeblichen Ergebnisse:

1. Von 58 befragten Patienten gaben 53 (91%) an, THC-Vape-Patronen auf dem Schwarzmarkt zu verwenden. Insgesamt 14 gaben an, CBD-Produkte zu verwenden, von denen 11 angaben, CBD-Produkte mit illegalem THC zu verwenden. Nur 2 der Patienten gaben an, ausschließlich nikotinhaltige Produkte zu verwenden.

2. Zwei Patienten gaben an, ausschließlich Nikotin-E-Liquids verwendet zu haben, es wurde jedoch festgestellt, dass THC in ihren Lungenflüssigkeiten vorhanden ist, was die Exposition gegenüber THC-Produkten bestätigt.

3. Keine einzige der Vapo-Patronen, die 2018 bei einem Drogenfall sichergestellt wurden, enthielt Vitamin-E-Acetat-Öl, während jede Vapo-Kartusche, die 2019 bei einem Drogenfall sichergestellt wurde, Vitamin-E-Acetat-Öl enthielt.

4. Von den 12 Patienten, die THC-Patronen zum Testen abgaben, wurden Produkte, die von 11 von ihnen verwendet wurden, positiv auf Vitamin E-Acetat getestet. Der 12. Patient gab jedoch zu, Dank Vapes verwendet zu haben, was jedoch nicht in den zum Testen eingereichten Proben enthalten war. Darüber hinaus enthielt jede getestete Dank Vapes-Patrone Vitamin E-Acetatöl.
(...)
Der härteste Beweis, den wir haben, besteht darin, dass bei jedem einzelnen Patienten, dessen Lungenflüssigkeit getestet wurde, Vitamin E-Acetat in der Lunge vorlag und dass bei jedem Patienten, der THC-Patronen verwendete und Proben vorlegte, mindestens eine Patrone Vitamin E-Acetat-Öl enthielt.
(...)
Darüber hinaus wurde festgestellt, dass keine der nikotinhaltigen E-Flüssigkeiten Vitamin E-Acetatöl oder ein anderes bedenkliches Gift enthält.
Basierend auf diesen Ergebnissen empfiehlt die Studie, dass Menschen keine THC-Vape-Patronen und keine Schwarzmarkt-Vape-Patronen verwenden, gibt jedoch keine Empfehlung, legal gekaufte E-Zigaretten nicht zu verwenden.«

@Cryonix: vielen Dank für die aufschlussreichen Hintergrundinformationen! Etliche Details waren hier auch schon aufgefallen, ergaben bislang aber noch kein schlüssiges Gesamtbild.

@Staphylococcus rex: Befürchtungen bzgl. einer Ausweitung der Drogenszene auch mit Diversifizierung ggf. unkontrollierbarer Substanzen (z.B. Fentanyl in Bremerhaven) sind völlig unstrittig.
Nun ist die E-Zigarette aber in der Welt, man kann das Rad der Zeit nicht zurückdrehen, und die Dampfer = Ex-Raucher WOLLEN das auch ganz sicher nicht. Mein Anliegen wäre es, den LEGALEN und (völlig unzweifelhaft jedenfalls für Dritte) harmlosen Gebrauch zu erhalten, denn SELBST WENN sie (in den Augen einzelner Kritiker) nicht unschädlicher WÄRE als Tabakzigaretten, gäbe es keinen Grund sie zu verbieten. In den Augen der Ex-Raucher (und diverser Wissenschaftler und Institutionen), deren Ansichten ja niemand teilen muss (da sie Dritte nicht betreffen), ist sie aber um Größenordnungen weniger schädlich. Im Laufe der Zeit werden wir das Ergebnis ja sehen. Und bitte: wir alle haben schon viel zuviele Drogenprobleme gesehen, um nicht einem WIRKSAMEN Jugendschutz das Wort zu reden!

_____________
Der Unterzeichner stellt ausdrücklich klar, dass a) kein Interessenkonflikt besteht, und b) auch für ihn der Schutz menschlichen Lebens unverhandelbar ist.

MfkG Dr. A. Schnitzler, FAfIM, Lüneburg

Referenzen:
(1) https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/68/wr/mm6847e1.htm?s_cid=mm6847e1_w
(2) https://tobaccoanalysis.blogspot.com/2019/11/more-evidence-that-vitamin-e-acetate.html
Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Mittwoch, 27. November 2019, 01:00

Interessanter Beitrag

@Cryonix, das Insiderwissen, welches Sie hier präsentieren kann ich aus der Ferne nicht verifizieren, es klingt aber alles plausibel und bereichert das Gesamtbild. Auch wenn einige Fragen offen bleiben, kann man aus den verfügbaren Daten einige Schlüsse ziehen.

E-Joints sind aufgrund anderer technischer Anforderungen nicht einfach zweckentfremdete E-Zigaretten (hier muss ich meine Vermutungen korrigieren), sondern in ihrer Hardware modifizierte E-Zigaretten. Widersprüchliche Aussagen gibt es zum konkreten Inhalt der illegalen Liquids. In der von mir in meinem ersten Beitrag zitierten Quelle war von einem erhöhten Anteil an Vitamin-E-Acetat und einem verminderten Anteil an THC die Rede. In Ihrer Korrektur sprechen Sie von synthetischen Ersatzstoffen. Dies muss kein Widerspruch sein, sondern kann verschiedene Entwicklungsstufen in einer gefährlichen Fehlentwicklung darstellen. Die Frage, ob das Vitamin-E-Acetat einfach nur ein Streckmittel ist oder eine Rolle als Wirkverstärker spielt, müssen Chemiker und Pharmakologen aus den sicher vorhandenen Rückstellproben bei betroffenen Patienten klären, da bin ich auf zukünftige Veröffentlichungen gespannt. Die Weiterentwicklung der illegalen Kartuschen dahingehend, auf THC komplett zu verzichten und durch billigere synthetische Ersatzstoffe zu ersetzen, ist für mich neu, aber logisch nachvollziehbar.

Wenn legale THC-Liquids 35-70$ kosten, die illegalen Alternativen dagegen nur 15$ oder weniger, dann muss man feststellen, das technische Konzept des E-Joints auf der technischen Basis der E-Zigarette hat funktioniert, dagegen ist die betriebswirtschaftliche Umsetzung ein komplettes Desaster. Der Sinn einer reglementierten Freigabe von Drogen besteht ja gerade darin, dass der regulierte legale Markt in Konkurrenz zum illegalen Markt steht und diesen langfristig austrocknet. Ich bin zu weit von dieser Thematik entfernt, um sagen zu können, wie viele Kartuschen für eine Tagesdosis erforderlich sind. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann man sagen, dass legale E-Joints lediglich als überteuertes Lifestyleprodukt für Besserverdiener zu gebrauchen sind, aber nicht dazu, um eine echte Konkurrenz für konventionelle Joints darzustellen.

Insgesamt muss man feststellen, dass mit der (in den USA legalen) Modifizierung von E-Zigaretten zu E-Joints die Büchse der Pandora geöffnet wurde und für den Vertrieb illegaler Drogen ein neues Marktsegment eröffnet wurde. Ob diese Modifizierung nur in einer Fabrik erfolgen kann oder mit ein paar Bauteilen aus dem Internet und einem 3D-Drucker auch zu Hause durch einen geschickten Bastler erledigt werden kann, bleibt für mich eine spannende Frage. Wenn man ohne Spritzen und ohne störende Gerüche unauffällig harte Drogen konsumieren kann, dann senkt es die Hemmschwelle für deren Konsum. Das mag eine Chance für bereits Abhängige sein ein normales Leben ohne Spritzen zu führen, ist aber auch ein enormes Risiko für neugierige Erstkonsumenten.

Mit den E-Zigaretten können wasserlösliche Drogen (Nikotin) effektiv verabreicht werden, mit der Modifikation als E-Joint können visköse ölige Substanzen ebenfalls effektiv verabreicht werden. Wie viele der bereits vorhandenen Drogen mit den vorhandenen Geräten effektiv und preiswert appliziert werden können, werden wir wahrscheinlich erst in den nächsten Jahren erfahren. Ich fürchte, es werden mehr Substanzen sein, als uns lieb ist.

Nach meiner Meinung haben wir bisher extrem viel Glück, dass sich der Konsum illegaler Kartuschen bisher auf E-Joints beschränkt. Ich fürchte, die nächste Entwicklungsstufe wird darin bestehen, den wesentlich größeren Markt der konventionellen E-Zigaretten aufzurollen und synthetische Drogen für konventionelle E-Zigaretten anzubieten. Da sich E-Zigaretten als Verdampfer in der Grauzone zum Medizinprodukt befinden und die Liquids auch als Arzneimittel bewertet werden können, sollte der Gesetzgeber die noch vorhandene Zeit nutzen, um die Gesetze zu Medizinprodukten und Arzneimitteln nachzuschärfen und zumindest einen Schutzmechanismus einfordern, der illegale Kartuschen von der Nutzung ausschließt. Ich bin mir im Klaren, dass es keinen absoluten Schutz gibt, aber die Zeit, die man durch den schwereren Marktzugang für Drogen gewinnt, ist Zeit, die man für die Aufklärung nutzen kann. Fälschungen für nikotinhaltige Kartuschen sind eher nicht zu erwarten, aber die Neugier bei jugendlichen Nutzern von E-Zigaretten könnte bei einem niedrigschwelligen Zugang zu alternativen Liquids ein Risiko darstellen.
Avatar #767798
Cryonix
am Dienstag, 26. November 2019, 19:41

Kleinere Korretur

Die Preise sind leider falsch! Wir liegen jetzt bei 0,02$...0,03$/per Kartusche.
Und das Elend dadrüben geht fröhlich weiter. "Cookies" ist in Californien eine ganz offizielle, zertifizierte und überwachte Marke. Gefakte Kartuschen in gefakten Umverpackungen gehen mit gefaktem Hologrammen für 0,32$/Stück über den Tresen - pardon über den Ozean. Die letzte ausgeführte Order über 500Stk datiert auf den 12.11.2019.
Und die Marke "Dank Vape" wieder verfügbar - 600Stk am 15.11. Richtung USA, 1700 Stück am 20.11.2019

Die Wirkverstärkerhypothese muss ich leider stören, hier ein Auzug von der Original Honey-Cut Flasche:
"Safe to use in any desired Ratio for a slow moving bubble" Glasklar, was damit gemeint ist. Die User unterliegen (bedauerlicherweise) dem Irrglauben, der Inhalt der THC Carts müsse eine gewisse zähe Viskosität aufweisen - dass spräche für den Gehalt und die Wirkstärke. Der Test darauf besteht im Schütteln und dem Sekundenzählen des Aufsteigens der feinsten Bläschen...
"Dilutes Formulas over 50% with no impact on flavour colour or Viscosity" <<< Darum geht es bei dem Zeug! Aus wenig Einwaage viel Endprodukt zu generieren! Und was danach an Knalleffekt fehlt, wird mit Fent oder synth. Cannabinoide aus der Spice Gruppe additiviert. AM oder AMB. Beides viel billiger, als pflanzliches Mazzerat.

Zu meinem Bedauern - aber das alles hat mit einer E-Zigarette recht wenig bis gar nichts gemein.
Mit freundlichen Grüssen
Cryonix
Avatar #767798
Cryonix
am Dienstag, 26. November 2019, 07:08

E-Joint vs E-Zigarette - ist ein Unterschied!

Vereehrter Staphylococcus rex,
es handelt sich bei den Gerätschaften ausnahmslos um "prefilled Cartridges", die nicht nachfüllbar - da verkapselt - sind und eine Füllmenge von 0,67ml aufweisen. Typischerweise sind die in USA in einigen Budesländern absolut legal, sind zertifiziert, staatlich überwacht und tragen in Californien das Siegel CA ! im Dreieck. Einziger Nachteil: der Preis! Zwischen 35$ ... 70$ per Kartusche kosten die und das bringt sogleich Fälscher dazu, im Schwarzmarkt komplette Fakes - inclusive des CA ! Stickers - in schlecht kopierten Originalverpackungen für 15$ auf der Straße anzubieten. Mit Erfolg, bis das neue Cutting-Agens "Honey-Cut" den Profit noch weiter zu maximieren versprach. Inhalt ist bekannt - 95% Tocopheryl-Acetat.
Erst ab da brach die Epedemie aus
Die Kartuschen haben spezielle Keramikheizelemente zum Verdampfen von ÖL, auf die Viskosität optimierte Nachflussöffnungen (Größe bei der Order anzugeben) und kosten über die neue Seidenstraße in der 10k Staffel 0,58$ - also reine Einwegprodukte. Füllapparate und Kapselmaschinen gibt´s ebenfalls dort.

Nicht nachfüllbare, verkapselte Einwegkartuschen zum reinen Verdampfen öliger Inhalte als E-Zigarette zu bezeichnen, wäre ein wenig vermessen. Zugegeben, der zunächst proprietäre Anschluss wurde auf ein 510er Gewinde abgeändert, was dem der üblichen Verdampferköpfe entspricht - das hat aber fertigungstechnische Ursachen, nämlich Rüstkosten in der Produktion zu vermeiden.

Kein Nutzer einer konventionellen E-Zigarette kann mit diesem Zeug etwas anfangen, der Inhalt ist mit 1/2 ml albern, nicht nachfüllbar und der Liquidnachfluss aufgrund des Viskositätsunterschiedes viel zu hoch.
Eine Simplifizierung auf die E-Zigarette als Grund allen Übels, wie sie allenthalben vorgenommen wird, käme in Etwa darauf hinaus, zur Minimierung von NOx Belastungen das Auto an sich grundsätzlich zu verbieten - eingschlossen Hybride, Brennstoffzellen (H2) Antrieb, Gas und selbstverständlich auch reine E-Fahrzeuge!

Die Unterscheidung zwischen electronic-Joint´s und E-Zigaretten ist daher absolut gerechtfertigt. Von den Zielgruppen ausgehend, bedienen beide völlig unterschiedliche Nutzerkreise - die E-Joint´s erfreuen sich deswegen einer Beliebtheit, da sie in Bundesstaaten, in denen Cannabisgebrauch nicht legal ist durch ihre extremen THC Gehalte bei nahezu komplett geruchsfreiem Gebrauch unauffällig zu diesem Genuß zu gelangen.

Die E-Zigarette hat den Anspruch, süchtigen Rauchern dabei zu helfen, von der Tabakzigarette loszukommen - und das mit dem bisher größten Erfolg aller Nikotinersatztherapien. Selbst wenn der Nutzer auf dem Level verbleibt, ist im Sinne von Harm-Reduction schon 95% Gewinn zu verbuchen. Das Ideal bleibt selbstredend und unangefochten, erst gar nicht zu rauchen !


Avatar #715180
DrSchnitzler
am Dienstag, 26. November 2019, 02:36

... WAHRHEIT und KLARHEIT !

@ Staphylococcus rex:
1.
Bitte suchen Sie z.B. nach "JUJU E-Joint", und beachten Sie das Datum. Bitte beachten Sie außerdem, dass ich stets von "gepanschten" E-Joints gesprochen habe.
2.
Es geht um den Schutz ggf. gutgläubiger Konsumenten (ich hatte beispielhaft einen Fall einer verstorbenen Mutter angeführt). Selbstverständlich wird man davon ausgehen müssen, dass auch Naivität bzw. Unerfahrenheit (gerade z.B. Jugendliche) oder Geld (Schwarzmarkpatronen sind offenbar erheblich billiger als "Apothekenware", so sie denn legal erhältlich ist) eine Rolle spielen können.
A propos Preis: der typische "Konsument" wird doch wohl in der Lage sein, zwischen einem E-Joint für mW ca. 70-140 USD (Straße/Apotheke) und einer Nikotin-Kartusche für ca. 3 USD klar und deutlich zu unterscheiden, WENN MAN IHN KORREKT WARNT. Eine Forderung nach "Absicherung" z.B. der Geräte ist etwa so unsinnig wie ein technischer Schutz von Einmalspritzen vor Befüllung mit Heroin, das ist doch – mit Verlaub – freie Konfabulation.
Und nochmals: es geht hier im absoluten Regelfall um ILLEGALE Beimischungen lebensgefährlicher Zusatzstoffe, GERADE zum Zweck der Täuschung von Konsumenten (BfR...) durch DROGENDEALER (=> Verhaftungen!), und das hat – als solches – ja nun nicht das Geringste mit "Eigenverantwortung" zu tun. Was für eine Rechtsauffassung wäre es wohl, wollte man einen Weintrinker für eine Glycol-Vergiftung verantwortlich machen? "Selbst schuld"!?!? Was für eine abwegige Idee.
3.
Zu den weiteren Einzelheiten gäbe es noch etliches zu sagen, das gehört hier aber nicht hin. Bitte sich bei Interesse z.B. bei den immer wieder angegebenen Quellen sachkundig zu machen.
Man wahre bitte überdies den RESPEKT vor Mitmenschen (Art. 1 GG), die ggf. eine gänzlich andere Auffassung von "Selbstbestimmung" (Art. 2 GG) haben: nach meiner Auffassung (!) geht der Vorwurf "Selbstbetrug" (ff.) schon recht stark in eine nicht ungefährliche populistische Richtung, die wir ausgerechnet heutzutage (!) doch bitte nicht einschlagen wollen (vgl. "Homosexuellen-Seuche"; Der Spiegel vom 06.06.1983). Was nützt das, wohin führt so etwas?
4.
Meine Zielgruppe sind v.a. diejenigen, die Meldungen im DÄB einfach unbenommen "abschreiben" und publizieren; sie sollen zum Nachdenken, ggf. eigenen Recherchen, ggf. wahrheitsgetreuer Differenzierung der Berichterstattung angeregt werden.

In einem Schriftwechsel mit der Leitung des DÄB hatte ich bspw. den Begriff "RAUCHEN von E-Zigaretten" als sachlich unzutreffend ("grober Unfug") kritisiert, und man stimmte zu, dass dieser jedenfalls "diskutabel" sei.

Mein Schreibstil darf HERZlich gerne kritisiert werden. Aber mein (Selbst-) Anspruch bleibt: "unrecht Gut gedeihet nicht". Und wenn es "von ganz oben" kommt.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen
A. Schnitzler, FAfIM, Lüneburg
Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Montag, 25. November 2019, 23:34

Wer Wahrheit und Klarheit im Munde führt, sollte auch auf eine korrekte Wortwahl achten.

Der Begriff E-Joint ist ein Kunstwort und letztendlich ein Euphemismus, nach meiner Kenntnis gibt es keine echten „E-Joints“, sondern es gibt nur Verdampfer, die als E-Zigaretten entwickelt und auf den Markt gebracht wurden und sekundär als „E-Joint“ zweckentfremdet werden. Ich erinnere mich an die Diskussionen vor einiger Zeit, wo technische Details wie Betriebstemperatur etc. diskutiert wurden. Mittlerweile ist dieser Optimierungsprozess für nikotinhaltige Liquids abgeschlossen. Der Begriff „E-Joint“ führt zu einer Gefährdung potentieller Nutzer, denn dieser Begriff suggeriert die Existenz eines speziellen Verdampfers für THC-haltige Liquids und suggeriert damit eine Übertragbarkeit der Risikobewertung. Es stimmt, im Vergleich zur konventionellen Zigarette ist die E-Zigarette weniger schädlich. Der Analogieschluss zwischen einem konventionellen Joint und dem sogenannten „E-Joint“ ist dagegen offensichtlich falsch.

Denn erstens wurden die zweckentfremdeten E-Zigaretten nie für diesen Zweck optimiert. Und zweitens gibt es da höchstwahrscheinlich ein betriebswirtschaftliches Problem. „E-Joints“ befinden sich hinsichtlich des Preises im Wettbewerb mit konventionellen Joints. Dies limitiert die Menge an THC im Liquid. Um trotzdem einen vergleichbaren Kick zu erzeugen und genug Gewinn für den „Hersteller“ der illegalen Liquids abzuwerfen, sind pharmakologische Kunstgriffe erforderlich, siehe meine Arbeitshypothese über das Vitamin-E-Acetat als Resorptionsverstärker und Depotsubstanz. Es besteht das Risiko, dass ohne ein grundlegendes Neudesign des Verdampfers als „E-Joint“ aus betriebswirtschaftlichen Gründen zukünftig dieser Kunstgriff weiter erforderlich ist.

Der Begriff „E-Joint“ ist aus meiner Sicht absolut unpassend, denn er entlässt Hersteller und Konsumenten aus ihrer Verantwortung. Die Hersteller der Verdampfer haben die Pflicht ein potentiell gefährliches Gerät gegen groben Missbrauch abzusichern. Dies kann entweder auf dem Klageweg durch betroffene Nutzer erreicht werden (siehe heißer Kaffee und McDonalds) oder staatlicherseits durch die Klassifikation als Medizinprodukt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stella_Liebeck

Und auch die Konsumenten können sich nicht mehr auf Ahnungslosigkeit berufen. Eine Zweckentfremdung liegt allein im Verantwortungsbereich der jeweiligen Nutzer. Diese ganze Angelegenheit ist seit Anfang September in den Medien und bereits zu Beginn wurde korrekt auf den möglichen Zusammenhang zu THC hingewiesen und entsprechende Handlungsempfehlungen gegeben:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/105672/Konsum-von-E-Zigaretten-US-Behoerden-suchen-weiter-nach-Gruenden-fuer-Erkrankungen

Wenn jemand also eine Warnung vor „THC-haltigen E-Zigaretten“ als vorsätzliche Falschaussage bezeichnet und dazu exzessiv mit Majuskeln hantiert wird, dann ist dies nur der Versuch des Selbstbetrugs in Bezug auf die Verantwortung der Raucher, Kiffer und Dampfer für ihre eigene Gesundheit.
Avatar #715180
DrSchnitzler
am Montag, 25. November 2019, 11:09

...Wahrheit und Klarheit: E-JOINTS sind keine E-Zigaretten!

Nachtrag:
Man kann eine Sache nur für etwas zur Verantwortung ziehen, für das sie auch gedacht ist, oder etwa nicht?

Man prüfe also bitte den bestimmungsgemäßen Zweck und die Zusammensetzung von "E-Zigaretten" am Beispiel eines Gutachtens zu einer Patentschrift (Mayer 2006, zit. in DKFZ).

Wenn aber in einem "Liquid" Vitamin-E-Acetat (etc. pp.) vorkommt, handelt es sich per Definition in keiner Weise um eine "E-Zigarette", also ein ENDS (Electronic NICOTINE Delivery System).

Man KANN natürlich auch einen Kuchen mit Blausäure backen, aber das ist doch bitte kein ernsthaftes Argument gegen Kuchen.

Es bleibt also dabei, dass eine Warnung vor "THC-haltigen E-Zigaretten" (CDC) eine VORSÄTZLICHE FALSCHAUSSAGE ist.

A. Schnitzler

Literatur (Zugriff 25.11.2019):
- https://www.aerzteinitiative.at/RuyanGutachten.pdf
auch erwähnt in
- https://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publikationen/AdWfP/AdWfP_Elektrische_Zigaretten.pdf
Avatar #715180
DrSchnitzler
am Montag, 25. November 2019, 03:07

Wenn die Welt doch so schön einfach wäre...

... dann hätte man zu Beginn der AIDS-Epidemie einfach nur allen homosexuellen Männern jegliche Promiskuität wirksam verbieten müssen, und das Problem wäre erst gar nicht entstanden.

Ob eine solche – wie auch immer realistische – Forderung nach VÖLLIGER ABSTINENZ von allem Möglichem, was "dem lieben Nachbarn nicht gefällt", nun die (zulässige!) Vielfalt des Lebens abbildet, mag jeder für sich überlegen. Aber Krankheit als "Strafe Gottes"? Das vertritt ja nicht einmal mehr die Kirche, oder sollte ich irren?

Es geht aber, und hier irrt Stapylococcus rex, erkennbar nicht um den Schutz "des Dampfens" (als quasi Kulturgut), sondern ALLEIN um den Schutz "der Dampfer" als MENSCHEN. Da ist jede Form von HÄME (quasi: "selbst schuld") völlig fehl am Platz.

Es geht darum, dass Behörden BEI DER WAHRHEIT bleiben müssen, wenn sie vor lebensgefährlichen Praktiken von Drogendealer warnen (es geht um die WARNUNG, nicht um die HANDLUNG, bitte argumentieren Sie korrekt).

Man DARF aber eine solche Epidemie nicht zweckentfremden, um – wem und warum auch immer, nach EIGENEN "Moralvorstellungen" oder, Gott verhüte, gar NIEDEREN MOTIVEN (=> MSA) – missliebige Verhaltensweisen mit "falschen Verdächtigungen" (vgl. § 164 StGB!) in Verruf zu bringen, und damit noch dazu Verbraucher UNTER LEBENSGEFAHR IRREZUFÜHREN. Das und nichts anderes wurde kritisiert. Würde man UNMISSVERSTÄNDLICH einzig und allein vor "gepanschten E-Joints" warnen, hätten Menschenleben gerettet werden können (=> Prof. Michael Siegel, https://tobaccoanalysis.blogspot.com/2019/)!

"Das Dampfen" aber steht unter dem Schutz der Grundrechte, und sei es im Sinne eines "Rechts auf Unvernunft" (Art. 2 GG), völlig unbenommen was man davon halten mag, das ist jedermanns gutes Recht. Ich für meinen Teil bin froh über jeden Mitarbeiter in meiner Praxis, der mit Hilfe dieser "ENDS" die gerauchten Zigaretten reduziert, und sei es nur eine einzige (meist geht es aber relativ rasch gegen null).

Was bitte ist falsch daran?

Zum Hintergrund der "gepanschten" THC-Liquids empfehle ich (neben den Aussagen des BfR) die umfasenden Aussagen von Prof. Bernd Mayer, z.B. https://www.facebook.com/Belidampft oder https://www.youtube.com/user/Beli120805/videos. Jedenfalls – und das wurde unmissverständlich gesagt – handelt es sich dabei um die LEITSUBSTANZ (ob einzige Ursache oder nicht), die in allen untersuchten BAL-Proben gefunden wurde.

Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Sonntag, 24. November 2019, 23:53

Wer permanent Wahrheit und Klarheit im Munde führt, sollte gelegentlich auch nach dem Warum fragen.

Das erste Warum betrifft die Definition der E-Zigarette. Warum gibt es Diskussionen darüber, ob die E-Zigarette lediglich der Verdampfer ist oder die Kombination aus Verdampfer und nikotinhaltigem Liquid? Wenn die Hersteller technisch verhindert hätten, dass fremde Liquids benutzt werden können, dann könnten diese Verdampfer nicht als E-Joints missbraucht werden und dann hätten wir nicht diese Probleme. Als vor etwa 20 Jahren Tintenstrahldrucker auf den Markt kamen, haben die Hersteller auch sehr schnell Drittanbieter mit technischen Mitteln vom lukrativen Markt der Reservepatronen ausgeschlossen. Oder muss erst der Gesetzgeber eingreifen und E-Zigaretten zum Medizinprodukt erklären, damit Liquids z.B. mit RFID-Chips gekennzeichnet werden und illegale Liquids von der Nutzung ausgeschlossen werden?

Das zweite Warum betrifft die Rolle des Vitamin E-Acetats. In der Berichterstattung des DÄ wird die Hypothese vertreten, dass diese Substanz lediglich als Streckmittel benutzt wird:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/107437/Belgische-Behoerden-melden-ersten-Todesfall-nach-E-Zigarettenkonsum
„Vitamin E-Acetat werde in den USA seit einiger Zeit zur Verdünnung „irregulärer“ THC-haltiger Dampfprodukte verwendet, die zumeist in vorgefüllten Kartuschen erhältlich seien, erläuterte der BfR-Experte weiter. „Einige Schwarzmarktprodukte wurden von Scheinfirmen sogar unter eigenem Markennamen verkauft.“
Analysen THC-haltiger Kartuschen in Utah hätten überraschend hohe Vitamin-E-Acetat-Gehalte von 31 bis 88 Prozent ergeben. „Nach jetzigem Kenntnisstand ist anzunehmen, dass derartig hohe Dosierungen schwere respiratorische Erkrankungen auslösen können“, sagte Henkler-Stephani. Die THC-Gehalte hätten in diesen Proben deutlich unter den angegeben Werten gelegen.
„Vitamin-E-Acetat ähnelt in Konsistenz und Färbung den THC-Ölen und kann sogar höherwertige Konsumeigenschaften vortäuschen.“ Die Substanz scheine vorwiegend zur Streckung, also Produktmanipulation verwendet worden zu sein, „möglicherweise, um auf Lieferengpässe und Preissteigerungen für Cannabis zu reagieren“.“

Nach meiner Einschätzung ist diese Hypothese nicht wirklich befriedigend. Da diese Problematik mittlerweile durch alle Medien gegangen ist, hätte man längst ein anderes Streckmittel benutzen können, denn eines ist auch den „Herstellern“ klar, ein toter Kunde ist ein nichtzahlender Kunde. Meine persönliche Arbeitshypothese geht in die Richtung, dass bei einem reinen THC-Liquid die Resorption in der Lunge ziemlich gering ist und deshalb der THC-Gehalt im Liquid relativ hoch sein muss. Das liegt evtl. daran, dass die Verdampfungstemperatur im E-Joint niedriger ist als im normalen Joint oder in der Shisha. Das Vitamin-E-Acetat hat ähnliche Eigenschaften wie THC und dient als Lösungsmittel und Depot für das THC. Die Dämpfe des Vitamin-E-Acetats setzen sich als Ablagerungen in der Lunge ab und geben das darin gelöste THC über einen längeren Zeitraum an die Umgebung ab. Der Kick ist vielleicht nicht so stark wie bei einem richtigen Joint aber wesentlich länger anhaltend. Das ist zwar nur eine reine Arbeitshypothese, aber wenn das Vitamin-E-Acetat die Rolle eines Resorptionsverstärkers und einer Trägersubstanz für ein Depot hat, dann gibt es nicht wirklich viele Alternativen und dann wird das Sterben weiter gehen.

Die Schuld am Sterben tragen aber nicht die Behörden oder die Medien, wie von DrSchnitzler immer wieder behauptet, sondern die Hersteller nicht zugelassener Liquids und zu einem gewissen Teil die Hersteller der E-Zigaretten, die dieses Treiben bisher dulden sowie die Kunden, die angesichts der bekannten Risiken immer noch ihre Gesundheit aufs Spiel setzen. Ich persönlich kann den Kreuzzug nicht nachvollziehen, den DrSchnitzler zugunsten der E-Zigarette führt. Egal ob Rauchen, Kiffen oder Dampfen, es handelt sich um schlechte Angewohnheiten aus dem Bereich der persönlichen Lebensführung und nicht um ein schützenswertes Kulturgut. Oder um es mit anderen Worten auszudrücken, wenn Gott gewollt hätte, dass wir rauchen, kiffen oder dampfen, dann hätte er unsere Lungen mit besseren Schutzfunktionen ausgestattet.
Avatar #715180
DrSchnitzler
am Samstag, 23. November 2019, 15:39

... WAHRHEIT und KLARHEIT: Wissentlich in den Tod geschickt...!

Völlig unbenommen, wie auch immer man zur E-Zigarette stehen mag: Wer heute immer noch, angesichts

ERWIESENER UNSCHULD der „E-Zigarette“

(z.B. 29/29 Proben positiv auf Vit.-E-Acetat), wortwörtlich vor „THC-haltigen E-ZIGARETTEN“ (CDC) warnt, handelt VÖLLIG SKRUPELLOS.

==============================
Das ist nichts anderes, als Markierungspfähle durch einen Sumpf umzustecken, und Menschen WISSENTLICH IN DEN TOD zu schicken.
==============================

Das spricht jeglichem Gedanken an so etwas wie „Verbraucherschutz“ HOHN UND SPOTT. HÄME gegen Ex-Raucher, die sich nach besten Kräften bemühen, dem ärztlichen Rat "Zigaretten sind ungesund" FOLGE zu leisten!

Niemand kann doch ernsthaft unterstellen, die Protagonisten WÜSSTEN nicht zu unterscheiden zwischen Joint, Zigarette oder „Schokozigarette“ (die Älteren erinnern sich), selbst wenn sie einander TÄUSCHEND ÄHNLICH sähen.

Die impertinente Hetze gegen die E-Zigarette in diesem Kontext ist ein ABSCHEULICHES VERBRECHEN an der Menschlichkeit.

_____________
Der Unterzeichner stellt ausdrücklich klar, dass a) kein Interessenkonflikt besteht, und b) auch für ihn der Schutz menschlichen Lebens unverhandelbar ist.

MfkG Dr. A. Schnitzler, FAfIM, Lüneburg
Avatar #715180
DrSchnitzler
am Freitag, 22. November 2019, 21:48

... WAHRHEIT und KLARHEIT: E-Joints sind keine E-Zigaretten!

Aktuelle Aussage (1): »CDC recommends that people do not use THC-containing e-cigarette, or vaping, products.«

Wie bitte nennt man ein Marihuana-(THC-) haltiges Produkt?

Seit wann also ist ein "Joint" eine "Zigarette", ob E- oder nicht? Selbst wenn man z.B. den Ausdruck "Cannabis-(E-)Zigarette" benutzen möchte: DARF man ihn (insgesamt, zulässigerweise) auf "Zigarette" verkürzen, und damit implizit Millionen VÖLLIG UNBETEILIGTER involvieren?

DIese gezielte Desinformationspolitik von US-Behörden nimmt allmählich skurrile Auswirkungen an. So verbot gerade Massachusetts "aromatisierte E-Zigaretten" ausgerechnet mit der Begründung, Jugendliche vor genau dieser Lungenkrankheit ("EVALI") schützen zu wollen (2).

Dabei handelt es sich aber (bestenfalls) um einen TRAGISCHEN IRRTUM, denn genau diese Produkte enthielten noch niemals "Vitamin-E-Acetat", dem gemeinsamen Nenner aller untersuchten Patientenproben. Stattdessen bleiben "KINDERFREUNDLICH aromatisierte E-Joints", also die einzigen Produkte, die genau dieses Öl enthalten (können), und die entsetzliche Epidemie TATSÄCHLICH auslösen, VÖLLIG UNANGETASTET.

Angesichts dieser Fehlentwicklung, die absehbar etlichen WEITEREN Menschen und in Kürze das Leben kosten wird, ist es ja beinahe schon kaum mehr als eine Randnotiz, dass Dampfer "scharenweise" wieder zu Tabakzigaretten zurückkehren (3), und eine – sachlich völlig unbegründbare – Furcht vor der "E-Zigarette" auch in der deutschen Bevölkerung zunimmt (4). Es mag offen bleiben, in wie weit hier Zuwendungen seitens "big tobacco" zu Gunsten von US-Staaten im Rahmen des "Master Settlement Agreement (MSA)" eine Rolle spielen, aber man darf wohl nachdenklich werden.

Die fortgesetze, gezielte Desinformation US-amerikanischer Behörden, vor "THC-haltigen E-ZIGARETTEN" (sic!) zu warnen, die es so nicht gibt und NIEMALS GAB, ist unentschuldbar und kostet Menschenleben.

_____________
Der Unterzeichner stellt ausdrücklich klar, dass a) kein Interessenkonflikt besteht, und b) auch für ihn der Schutz menschlichen Lebens unverhandelbar ist.

MfkG Dr. A. Schnitzler, FAfIM, Lüneburg

Referenzen (Zugriff 22.11.2019)
(1) https://www.cdc.gov/tobacco/basic_information/e-cigarettes/severe-lung-disease.html
(2) https://tobaccoanalysis.blogspot.com/2019/11/my-testimony-today-regarding.html
(3) https://tobaccoanalysis.blogspot.com/2019/11/massachusetts-senate-uses-big-tobacco.html
(4) https://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_wirtschaft/article203724006/Angst-vor-der-E-Zigarette-waechst.html
LNS

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