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Ärzteschaft

E-Learning-Angebot für Ärzte zum Umgang mit Verdachtsfällen von Kindesmissbrauch

Freitag, 22. November 2019

/Rostislav Sedlacek, stockadobecom

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ein neues E-Learning-Angebot zum Thema Kinderschutz eingerichtet. Es soll Ärzte und Psychotherapeuten helfen, Kin­der und Jugendliche vor sexueller Gewalt zu schützen und bei Verdachtsfällen richtig zu reagieren.

Das erste Modul mit dem Schwerpunkt Schutzkonzepte (3 CME-Punkte) steht ab sofort im KBV-Fortbildungsportal zur Verfügung. Weitere Online-Fortbildungen zum Thema Kin­des­­misshandlung folgen Anfang 2020. Das Angebot soll sukzessive ausgebaut werden.

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„Ärzte und Psychotherapeuten nehmen bei diesem Thema eine Schlüsselrolle ein“, sagte Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV. Sie seien oftmals erste Ansprechpartner für Betroffene und hätten die Chance, Anzeichen für sexuellen Missbrauch zu erkennen. Verschiedene Fortbildungsmodule sollen künftig dazu beitra­gen, entsprechendes Wissen zu festigen und Unsicherheiten zu nehmen.

Die KBV engagiert sich seit langem bei der Prävention von sexueller Gewalt gegen Kin­der und hat bereits mehrere Initiativen des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) unterstützt. Im Rahmen dieser Kooperation wirkte die KBV auch beim bundesweiten UBSKM-Monitoring zum Stand der Prävention sexuali­sierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen mitgewirkt.

„Die hohe Teilnahmebereitschaft der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten an der Umfrage hat gezeigt, dass die Thematik in den Praxen eine bedeutsame Rolle spielt“, hieß es aus der KBV. Viele Teilnehmer hätten zudem den Wunsch nach niederschwellig zugänglichen, auf die Gegebenheiten der Praxis zugeschnittenen Fortbildungsmöglich­keiten geäußert.

Das neue Online-Fortbildungsangebot soll diesem Wunsch nun gerecht werden. Ergän­zend informiert ein Flyer speziell für Ärzte und Psychotherapeuten darüber, wie Kinder und Jugendliche im ambulanten Bereich vor sexueller Gewalt geschützt werden können.

Der Flyer des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung bietet unter anderem prakti­sche Hinweise für ein individuelles Schutzkonzept für die Praxis sowie eine Übersicht mit Telefonnummern und Links zu weiterführenden Hilfs- und Beratungsangeboten. © hil/sb/aerzteblatt.de

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