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Ärzteschaft

Kinderärzte sehen pädiatrische Versorgung in Sachsen-Anhalt gefährdet

Freitag, 22. November 2019

/dpa

Halle – Der Landesverband Sachsen-Anhalt des Verbandes Leitender Kinder- und Jugend­ärzte und Kinderchirurgen Deutschlands sieht die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen im Land gefährdet.

„Die derzeitige finanzielle Ausstattung und die ökonomische Erlössituation von Kinderkli­niken ist völlig unzureichend und bestands­gefährdend“, sagte der Vorsitzende Axel Scho­beß, wie der Verband heute in Halle mitteilte.

Die drohende oder bereits erfolgte Schließung von Entbindungsstationen sowie Kinder­kliniken im ganzen Land zeige, dass häufig wirtschaftliche Aspekte über die Fortführung der pädiatrischen Fachgebiete gerade in ländlichen Regionen bestimmten.

Die Kinder- und Jugendmedizin zähle derzeit nicht zu den finanziell gewinnbringenden, jedoch zu den unverzichtbaren Bestandteilen einer leistungsfähigen und bedarfsgerech­ten medizi­nischen Versorgung, erklärte Schobeß auf der Jahrestagung des Verbandes.

Anlass für die Diskussion boten den Angaben zufolge unter anderem die drohende Schlie­ßung der Kinder­heilkunde wie auch der Geburtshilfe an den Standorten Naumburg und Zeitz.

Grundsätzlich seien ökonomische Grundsätze auch in der Medizin anzuerkennen, so der Tenor der Fachtagung. Fehlentwicklungen und die demografische Situation hätten jedoch in den vergangenen Jahren zu einer generellen Unterfinanzierung der Kinder- und Ju­gend­medizin in ganz Sachsen-Anhalt geführt.

Die bevorstehende Verabschiedung des Landesbettenplans für Sachsen-Anhalt solle des­halb für die Diskussion über eine auskömmliche Finanzierung der vorhandenen und der zu schaffenden Strukturen genutzt werden. © dpa/aerzteblatt.de

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