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Experten mahnen mehr Solidarität mit HIV-Infizierten im Arbeitsleben an

Dienstag, 26. November 2019

/kritchanut, stockadobecom

Köln – Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat zu mehr Solidarität mit HIV-positiven Menschen im Arbeitsleben aufgerufen. Nötig sei ein „offener Umgang“ mit Erkrankten im Beruf, erklärte die Behörde heute in Köln anlässlich des bevorstehen­den Weltaidstags am kommenden Sonntag. Zwei von drei HIV-Positiven in Deutschland arbeiten demnach.

Es gebe heute immer noch „viele Mythen“ über HIV, die dazu führten, dass Infizierte am Arbeitsplatz benachteiligt und diskriminiert würden, erklärte die Bundeszentrale weiter. Insbesondere „unbegründete Angst“ vor einer Ansteckung in Alltagssituationen sei oft Ursache für Unsicherheiten.

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Nach Angaben der BZgA leben in Deutschland rund 88.000 Menschen mit einer HIV-In­fek­tion. Die Neuinfektionsrate hierzulande gehört demnach zu den niedrigsten in ganz Europa. Dieses sei das Ergebnis von jahrzehntelanger Präventionsarbeit, Aufklärung und verbesserter Behandlung.

Die Deutsche Aidshilfe wies zum Weltaidstag darauf hin, dass HIV bei einer medikamen­tö­sen Therapie nicht mehr übertragbar ist. Dieses Wissen sei in der Bevölkerung weithin un­bekannt, könne aber dabei helfen, „irrationale Ängste“ im Alltags abzubauen, erklärte die Organisation. Die HIV-Therapie verhindere die Vermehrung des Virus im Körper bis zu dem Punkt, an dem ein Nachweis im Blut dauerhaft unmöglich sei. Das schließe Übertra­gungen aus. © afp/aerzteblatt.de

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