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Ärzteschaft

Datenleck in Telekom-Router hätte Zugriff auf Patientendaten ermöglicht

Dienstag, 26. November 2019

/picture alliance, Rolf Vennenbernd

Hannover – Patientendaten einer Arztpraxis in Celle sind über Monate frei im Internet ein­sehbar gewesen. Grund für das Datenleck war eine Schwachstelle eines Routers der Tele­kom, wie ein Sprecher des Unternehmens gestern mitteilte.

Die Ausführung des Routers war demnach häufiger an Geschäftskunden verkauft worden, ein ähnlicher Fall sei ihm aber bis­lang nicht bekannt. Zunächst hatte das Computerma­ga­zin „c't“ berichtet.

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Nach Angaben des Sprechers hatte die Telekom schon im Mai Kenntnis von der Schwach­stelle, schrieb die betroffenen Kunden aber nicht direkt an. Erst vergangene Woche wur­den die betroffenen Router demnach automatisch aktualisiert und das Datenleck somit ge­schlossen.

Nach Angaben des Sprechers wäre der Zugriff auf die Daten in Celle grundsätzlich für je­den Internetnutzer möglich gewesen, „man hätte aber schon ein sehr ambitionierter Mensch sein müssen, um diesen Eingang zu finden“.

Die betroffene Arztpraxis hatte die Panne am vergangenen Freitag gemeldet, wie ein Spre­cher der niedersächsischen Datenschutzbeauftragten sagte.

Sollte sich die vom Ma­gazin „c't“ ermittelte Zahl von 30.000 Patientenakten in der weite­ren Prüfung bewahr­hei­ten, sei das Ausmaß des Lecks als „umfangreich“ einzustufen. Jetzt müsse geklärt werden, wie es dazu kommen konnte und ob die Telekom oder die be­troffene Praxis letztlich haften müssten. © dpa/aerzteblatt.de

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