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Wissenschaftler untersuchen Auswirkungen von 5G auf Zellen

Donnerstag, 28. November 2019

/Mongkol, stock.adobe.com

Bremen – Das Bundesamt für Strahlenschutz finanziert eine Studie von Wissenschaftlern der Jacobs University Bremen zu den möglichen gesundheitlichen Auswirkungen des neu­en Mobilfunkstandards 5G. Das Team um Alexander Lerchl, Professor für Biologie und Ethik, wird die Auswirkungen der Wellen auf menschlichen Zellen untersuchen.

Ab dem kommenden Jahr soll die nächste Mobilfunkgeneration 5G verfügbar sein. Sie wird bis zu 100 Mal schneller sein als der bisherige 4G-Standard und ermöglicht Daten­übertragungen in Echtzeit. Im ersten Schritt der Einführung werden Frequenzen genutzt, die heute schon beim Mobilfunk üblich sind. In einigen Jahren jedoch kommen neue Fre­quenzbänder aus den Bereichen zwischen 26 und 28 Gigahertz sowie oberhalb von 40 Gigahertz hinzu.

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„Die Absorption der Funkwellen erfolgt ausschließlich in den oberen Hautschichten. An­hand von Zellkulturen der Haut werden wir deshalb untersuchen, ob sich die Geninfor­ma­tio­nen durch die elektromagnetische Strahlung verändern“, erläuterte Lerchl. An dem Pro­jekt ist auch Marc-Thorsten Hütt, Systembiologe an der Jacobs University, beteiligt. Au­ßer­dem beteiligt sich ein Industriepartner daran, der die Expositionsanlagen konzipiert und herstellt.

„Die Expositionsanlagen und das Versuchsdesign sind bei diesen Frequenzen besonders kritisch, um Artefakte zu vermeiden“, betonte Lerchl. Das Bundesamt für Strahlenschutz unterstützt die Studie mit rund 1,1 Million Euro. Sie ist auf rund drei Jahre Laufzeit aus­gelegt. © hil/aerzteblatt.de

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penangexpag
am Freitag, 29. November 2019, 14:08

G5-Risiko-Studie

G5 gibt es noch nicht flächendeckend. ABER : die politischen Weichen sind bereits eindeutig gestellt - lassen wir mal beiseite, ob das sinnvoll ist - und damit ist eine gewisse Unumkehrbarkeit gegeben. Wenn jetzt eine Studie zur zellulären Wirkung von GigaHz-Strahlung durchgeführt wird, dann gibt es 2 Möglichkeiten: entweder die Studie ist überflüssig, weil es bereits Ergebnisse gibt, oder sie kommt reichlich spät - um nicht zu sagen zu spät. Ergebnisse gibt es aber angeblich schon : Facit Unschädlichkeit. Man muß also öffentlich machen, WARUM eine solche neue Studie durchgeführt wird. Gemessen an unserem heutigen Kenntnisstand biologischer Funktionen ist die 5Ghz-Strahlung in den auftretenden Leistungsbereichen nicht problematisch. Dabei völlig ausgeblendet wird aber die Tatsache, daß wir über sehr viele biologische Funktionen noch sehr wenig wissen - und nicht nur das : Strahlung ist ein physikalisches Phänomen. Die moderne Physik ist ein ziemlich gut etabliertes Gebäude - und dennoch ist es nicht ausgeschlossen, daß es durch neue Entdeckungen erheblich ins Wanken geraten könnte und damit vielleicht auch manche heute gültige Schlußfolgerung. Erstens sind solche Umbrüche keineswegs neu und zweitens gibt es Beispiele, wo aktuelle Beurteilungen möglicherweise massiv korrigiert werden müssten : Der Ausstieg aus der Atomenergie war angesichts der enormen Langzeitrisiken mit und ohne Unfälle eine sachgerechte Entscheidung . ABER : sollten sich die pessimistischen Prognosen der Weltklima-Entwicklung erhärten und ev. sogar noch unterschätzt sein, dann wäre es möglicherweise im Nachhinein sinnvoller gewesen, auch die enormen Risiken der Atomenergie in Kauf zu nehmen - ganz einfach weil sie vergleichsweise gering wären gegenüber einem globalen Klima-Kollaps : im ersteren Fall zig Millionen Tote, im letzteren Fall Auslöschung der Spezies Mensch. Will sagen :
entweder wir lassen die Finger von Dingen, die nicht essentiell notwendig sind - oder wir rechnen kaltblütig damit, daß es immer Opfer geben wird, Tatsächlich haben alle naturwissenschaftlichen Erkenntnisse Licht UND Schatten produziert und niemand kann wirklich sagen, nach welcher Seite sich die Waage neigt. Ob wir glücklicher als die Bewohner der Höhle geworden sind - wer will das beantworten ?
LNS

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