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Nutzung von Versorgungsdaten für medizinische Forschung rückt näher

Mittwoch, 27. November 2019

Mitarbeiter der Datenintegrationszentren der Medizininformatik-Initiative arbeiten an digitaler Infrastruktur der Zukunft vor historischer Kulisse. /TMF

Berlin – Die Universitätskliniken in Deutschland sind bei ihrem Vorhaben, Daten aus der Routineversorgung für die medizinische Forschung nutzbar zu machen, einen Schritt wei­tergekommen. Das berichtet die Technologie- und Methodenplattform für die vernetz­te medizinische Forschung (TMF).

Die Universitätskliniken errichten im Augenblick im Rahmen der deutschen Medizininfor­matik-Initiative 29 Datenintegrationszentren (DIZ). Die Arbeiten im DIZ sollen es ermögli­chen, medizinische Informationen in einer Form zu erfassen, speichern und auszutau­schen, in der sie für Versorgung und Forschung optimal genutzt werden können.

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Die Zentren haben sich dazu auf einen internationalen Standard zur Darstellung der Da­ten namens „FHIR“ verständigt. Anfang der Woche haben sich über 50 Vertreter von 25 DIZ-Standorten in Berlin zu­sammen­gefunden, um Testdaten der DIZ erstmalig nach die­sem Standard auszuwerten.

„Alle Mitarbeiter der DIZ haben zusammengearbeitet, um Testdaten ihrer Häuser in das Format FHIR zu überführen, und haben so ein gemeinsames Verständnis der Profile nach­gewiesen. Das ist ein wichtiger Schritt hin zur einheitlichen Datenbereitstellung für die medizinische Forschung“, sagte Danny Ammon, Leiter des DIZ am Universitätsklinikum Jena.

Zunächst haben sie dabei die Module „Medikation“, „Laborbefunde“ und „Person“ des Kern­datensatzes als FHIR-Profil abgebildet. Anhand dieser mit FHIR spezifizierten Daten haben sie im Anschluss erste einfache Analysen erprobt.

Die Medizininfor­matik-Initiative soll die Forschungsmöglichkeiten und die Patientenver­sor­gung durch innovative IT-Lösungen verbessern. Diese sollen den Austausch und die Nutzung von Daten aus Krankenversorgung, klinischer und biomedizinischer Forschung über die Grenzen von Institutionen und Standorten hinweg ermöglichen. Das Bundes­ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Initiative bis 2021 mit rund 160 Millionen Euro. © hil/aerzteblatt.de

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