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Medizin

Medizinische Versorgung von Patienten mit Intelligenzminderung – eine Herausforderung für Ärzte

Freitag, 29. November 2019

grünes Gehirn/stock.adobe.com, RealCG
/stock.adobe.com, RealCG

Berlin – Bei etwa 1,5 Millionen Menschen in Deutschland liegt eine deutliche Intelli­genzminderung vor. Sie sind besonders anfällig für physische und psychische Erkrankungen. Die kognitive Beeinträchtigung erschwert nicht nur ein unabhängiges Leben, sondern führt auch zu einer Benachteiligung in der Gesundheitsversorgung.

In der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes (Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 809-16) thematisieren Tanja Sappok und Mitautoren die häufig mit Intelligenzminderung einher­gehenden physischen und psychischen Krankheiten. Hierbei gehen sie auch auf die besonderen Herausforderungen für Ärzte bei der medizinischen Versorgung von Patienten mit intellektueller Beeinträchtigung ein.

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Aufgrund des erhöhten Morbiditäts- und Sterberisikos kann eine adäquate Gesundheits­versorgung für Patienten mit Intelligenzminderung lebensentscheidend sein. Die diagnostische Abklärung wird bei ihnen dadurch erschwert, dass sie in der Regel nur eingeschränkt fähig sind, über ihre Beschwerden zu berichten, und sie ihr Unwohlsein oft auf ungewöhnliche Weise ausdrücken. Die Untersuchung müsse deshalb an die Patienten angepasst werden, betonen die Autoren. Die Beachtung von Regeln der leichten Sprache ermögliche die angemessene Gestaltung der Arzt-Patienten-Kommunikation.

Im einleitenden Editorial (Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 807-8) verdeutlicht Peter Martin die besonderen Herausforderungen für das Gesundheitswesen bei der Versorgung von Patienten mit Intelligenzminderung. Fehlendes Wissen über die Probleme dieser Patientengruppe könne vermeidbare Erkrankungs- und Sterbefälle nach sich ziehen. Es sei notwendig, die räumliche und personelle Ausstattung, die Abläufe und die fachlichen Kompetenzen an die Bedürfnisse der Patienten mit geistiger Behinderung anzupassen, um eine ausreichend gute medizinische Versorgung zu gewährleisten. © LM/aerzteblatt.de

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