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Ärztekammern Ansprechpartner für Medizinstudierende

Montag, 2. Dezember 2019

/dpa

Berlin – Beim Einstieg in die ärztliche Tätigkeit und zu allen Fragen der Weiterbildung werden angehende Ärzte intensiv von ihren Lan­des­ärz­te­kam­mern unterstützt. Darauf hat Eileen Siewert vom Dezernat „Ärztliche Aus-, Fort- und Weiterbildung“ der Bundesärzte­kammer (BÄK) am vergangenen Wochenende beim Kongress „Operation Karriere“ hinge­wie­sen. An der Veranstaltung des Deutschen Ärzteverlags nahmen mehr als 400 Medizin­stu­dierende und junge Ärzte teil.

„Ein frühzeitiger Kontakt zur Kammer lohnt sich“, sagte sie. Hier fände man beispielswei­se auch alle Informationen zu den Weiterbildungsbefugnissen der potenziellen Arbeitge­ber oder auch zu Teilzeitmöglichkeiten während der Weiterbildung.

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Aber auch eine Kontaktaufnahme mit den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) mache bereits im Studium sowie zu Beginn der Weiterbildung Sinn, betonte Branko Trebar, Leiter der Abteilung Versorgungsstruktur der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Viele KVen böten neben persönlichen Kontakten auch finanzielle Unterstützung bei Famulatu­ren, PJ-Abschnitten und Weiterbildungsmodulen im ambulanten Bereich. Empfehlenswert sei zudem die Informationsplattform der KBV „Lass dich nieder“ im Internet.

Christiane Groß, Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes (DÄB), appellierte vor allem an junge Ärztinnen, ihr Recht auf „humane Arbeitsbedingungen“ einzufordern. „Die Zei­ten, in den Ärztinnen eine 60-Stunden-Woche klaglos hingenommen haben, sind vorbei“, sagte sie. Unterstützung beim Abbau struktureller und mentaler Barrieren könnten junge Nachwuchs­medizinerinnen auch beim Jungen Forum, einem Netzwerk junger Ärztinnen im DÄB sowie im Mentorinnen-Netzwerk des DÄB finden.

Einen weiteren Kongress Operation Karriere des Deutschen Ärzteverlags wird es am kommenden Samstag, 7. Dezember, in Heidelberg geben. An der SRH Hochschule Heidelberg können sich dann Medizinstudierende zur Karriere im Krankenhaus und den Möglichkeiten, sich als Vertragsarzt niederzulassen, informieren.

In zusätzlichen Workshops erhalten die Teilnehmer praktische Tipps für die mündliche Prüfung, die Stellensuche, das Bewerbungsgespräch und den ärztlichen Alltag. Auch im nächsten Jahr sind wieder Termine geplant. „Operation Karriere“ findet 2020 in Frankfurt, Bochum, Hamburg, München, Berlin, Köln und Leipzig statt. © ER/aerzteblatt.de

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Popovic
am Dienstag, 3. Dezember 2019, 19:48

Bedingungen der späteren Berufsausübung nach der Approbation

Die med. Fakultäten scheinen überwiegend immer noch zu glauben es verantworten zu können, die nachrückende Ärztegeneration in das Leben nach der Approbation entlassen zu dürfen, ohne dass sie eine Vorstellung von den Bedingungen der späteren Berufsausübung vermittelt bekamen. Die wissenschaftlich begründete Medizin, die an den med. Fakultäten gelehrt wird, macht nur einen Teil dessen aus, was ärztliches Handeln und Verhalten über einen Zeitraum von ca. vierzig Jahren nach der Universität bestimmt.
Als Lehrbeauftragter der Medizinischen Fakultät der Justus-Liebig-Universität, Gießen, im "Q3 Gesundheitsökonomie" konnte ich immerhin mit 4 SWS im Zeitraum 2003 -2011 über Tausend Studierende vor dem Praktischen Jahr auf ihr Berufsleben nach der universitären Ausbildung ein klein wenig vorbereiten.
Dr. Michael Popovic, ehem. Hauptgeschäftsführer der Landesärztekammer Hessen K.d.ö.R.
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