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Medizin

Einsamkeit erhöht allgemeines Mortalitätsrisiko von Herzpatienten

Dienstag, 3. Dezember 2019

/Syda Productions, stockadobecom

Kopenhagen – Ärzte sollten Einsamkeit bei Herzerkrankungen als Risikofaktor einbezie­hen. Das meinen Wissenschaftler um Anne Vinggaard Christensen vom Centre for Cardiac, Vascular, Pulmonary and Infectious Diseases des Copenhagen University Hospital. Ihre Arbeit zu dem Thema ist in der Fachzeitschrift Heart erschienen (2019; doi: 10.1136/heartjnl-2019-315460).

Die Forscher untersuchten die Ein-Jahres-Gesundheitsergebnisse von Patienten, die mit ischämischer Herzkrankheit, abnormalem Herzrhythmus, Herzinsuffizienz oder Herz­klappenerkrankung in ein spezialisiertes Herzzentrum eingeliefert wurden. 70 % waren Männer, ihr Durchschnittsalter betrug 66 Jahre.

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Bei der Entlassung aus dem Zentrum füllten 13.443 validierte Fragebögen über ihre körperliche Gesundheit, ihr psychologisches Wohlbefinden und ihre Lebensqualität und ihr Ausmaß an Angst und Depression aus.

Die Wissenschaftler erfassten Risikofaktoren, unter anderem Tabakkonsum, und stellten fest, ob die Patienten in einem Singlehaushalt oder zusammen mit anderen lebten. Nach einem Jahr überprüften die Forscher, wie sich die Herzerkrankung der Patienten entwi­ckelt hatte und ob sie noch lebten.

Nach Berücksichtigung potenzieller Einflussfaktoren, einschließlich des Gesundheitsver­haltens, waren einsame Frauen nach einem Jahr fast dreimal so wahrscheinlich an jegli­cher Ursache gestorben als Frauen, die sich nicht einsam fühlten. Einsame Männer hatten ein mehr als doppelt so hohes Risiko, an irgendeiner Ursache gestorben zu sein, als nicht-einsame Männer.

„Die Ergebnisse stehen im Einklang mit früheren Forschungen, die darauf hindeuten, dass Einsamkeit mit Veränderungen der kardiovaskulären, neuroendokrinen und immunolo­gi­schen Funktion sowie mit einem ungesunden Lebensstil verbunden ist, der die Gesund­heit negativ beeinflussen kann“, schreiben die Forscher. Sie weisen allerdings daraufhin, dass ihre Beobachtungsstudie per se keine Kausalität zwischen der erhöhten Mortalität und der Einsamkeit klären kann. © hil/aerzteblatt.de

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