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Thüringer trotz Ärztemangels mit Versorgung überwiegend zufrieden

Dienstag, 3. Dezember 2019

/Gina Sanders, stock.adobe.com

Jena – Trotz Engpässen bei der der ärztlichen Versorgung in ländlichen Regionen sind die Menschen in Thüringen mit der eigenen Gesundheit sowie der medizinischen Versorgung in Thüringen und in Deutschland insgesamt zufrieden. Das geht aus dem neuen Thürin­gen-Monitor hervor, den Wissenschaftler der Universität Jena heute vorgestellt haben.

Der Monitor wird seit dem Jahr 2000 jährlich im Auftrag der Thüringer Staatskanzlei er­stellt. Die von der Jenaer Politikwissenschaftlerin Marion Reiser geleiteten Untersuchung konzentrierte sich in diesem Jahr auf das Thema „Gesundheit und Pflege“. Dazu haben die Wissenschaftler eine Telefonumfrage mit 1.100 Thüringer Wahlberechtigten ausgewertet.

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„Die demographische Entwicklung in Thüringen ist aufgrund des natürlichen Bevölke­rungs­rückgangs – trotz eines positiven Zuwanderungssaldos – weiterhin sehr ungünstig. So lebten zur Jahresmitte 2019 nur noch 2,137 Millionen Menschen im Freistaat“, heißt es in dem Bericht. Dies sei mit einer deutlichen Alterung der Gesellschaft verknüpft, der einerseits verstärkt zu einem Fachkräftemangel und andererseits zu einem kontinuierlich steigenden Pflegebedarf führe.

Trotz dieser Entwicklungen seien die befragten Thüringer in der großen Mehrheit von 80 Prozent mit ihrer eigenen Gesundheit „zufrieden“ beziehungsweise „sehr zufrieden“. Auch in der Alterskohorte der über 60-Jährigen treffe dies auf drei Viertel der Befragten zu.
Insgesamt sind die Befragten auch mit der medizinischen Versorgung in Deutschland (81 Prozent) sowie den Leistungen ihrer Krankenkassen (90 Prozent) „zufrieden“ beziehungs­weise „sehr zufrieden“.

Diese allgemeine Zufriedenheit sei mit dem Wunsch nach einem egalitären und gerech­ten Gesundheitssystem verknüpft, das gesellschaftlichen Zusammenhalt erfordere und erzeuge, so die Jenaer Wissenschaftler. Hingegen seien 71 Prozent der befragten Arbeits­losen mit ihrer Gesundheit „sehr unzufrieden“ oder „ziemlich unzufrieden“, was auf einen deutlich erhöhten Grad der Hilfsbedürftigkeit hinweise. © hil/aerzteblatt.de

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