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Vermischtes

Online-Angebot gegen Mobbing an Schulen bundesweit verfügbar

Dienstag, 3. Dezember 2019

/picture alliance

Hamburg – Nach einer Pilotphase in Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen ist das Anti-Mobbing-Projekt „Gemeinsam Klasse sein“ der Techniker Krankenkasse (TK) und der „Beratungsstelle Gewaltprävention“ der Behörde für Schule und Berufsbildung in Ham­burg jetzt bundesweit verfügbar. Die Lehrmaterialien richten sich an die Jahrgangsstufen fünf bis sieben.

„Laut der PISA-Studie 2017 ist rund jeder sechste 15-jährige Schüler in Deutschland von Mobbing oder Cybermobbing betroffen. Gerade für Jugendliche kann jede Art von Mob­bing weitreichende seelische und körperliche Folgen haben“, sagte Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg

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Schulen können die kostenfreien Materialien nutzen und damit bis zu fünf Projekttage gestalten. Ziel ist es, Mädchen und Jungen sowie Eltern und Lehrende für die Problematik zu sensibilisieren, um so Mobbing gar nicht erst entstehen zu lassen. Dabei kommen un­ter anderem Filmclips und Erklärvideos zum Einsatz. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Thema „Cybermobbing“.

Laut der TK und der Beratungsstelle Gewaltprävention müssen Lehrkräfte im Vorfeld der Projekttage geschult werden. Diese Schulungen führen speziell ausgebildete Mitarbeiter der regionalen Schulbehörden durch, sogenannte Ländermultiplikatoren. Die geschulten Lehrer erhalten einen Zugangscode zum Online-Angebot und sind ihrerseits Multiplika­toren innerhalb ihrer Schule.

„‚Gemeinsam Klasse sein‘ setzt auf mehreren Ebenen an: Auf Klassenebene, Elternebene und Schulebene“, erläutert Christian Böhm, Leiter der Beratungsstelle Gewaltprävention.
Auf Klassenebene arbeiten die Schüler mit ihren Lehrkräften daran, dass ein Umfeld entsteht, in dem offen kommuniziert werden kann und Mobbing und Cybermobbing nicht geduldet werden.

Die Einbeziehung der Eltern erfolgt durch Flyer, selbst gestaltete Plakate und einen gemeinsamen Elternnachmittag, an dem die Schüler in ihrer Expertenrolle die Eltern aufklären und die Projektinhalte präsentieren. © hil/aerzteblatt.de

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