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Universitätsklinik Halle an insolventer Burgenlandklinik interessiert

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Das Universitätsklinikum in Halle/Saale /dpa

Naumburg – Nach der Insolvenz des Klinikums Burgenlandkreis will der Burgenlandkreis die zwei betroffenen Standorte künftig zusammen mit der Uni­ver­sitätsklinik Halle weiter­führen. Beide Partner hätten zusammen ein entsprechendes An­gebot abgegeben, wie Landrat Götz Ul­rich (CDU) in Naumburg sagte.

Damit es greife, sei aber noch grünes Licht des Kreistags sowie der Landesregierung nö­tig. Weitere Details wollte Ulrich nicht nennen und verwies darauf, dass sich zunächst der Gläubigerausschuss mit den vorliegenden Angeboten beschäftigen muss. Der Kreis ist derzeit Gesellschafter des kommunalen Krankenhauses.

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Das Klinikum Burgenlandkreis hat Standorte in Naumburg und Zeitz. Im September mussten sie wegen Zahlungsschwierigkeiten Insolvenz in Eigenverwaltung anmelden. Jetzt wer­den ein Zukunftskonzept und ein Geldgeber gesucht.

Nach Angaben von Sachwalter Lucas Flöther gibt es mehrere ernsthafte Interessenten für die Kliniken. Der Gläubigerausschuss wird dem den Zuschlag geben, der die offenen For­derungen finanziell am besten bedienen kann. Eine endgültige Entscheidung wird bis März 2020 erwartet.

Einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung zufolge bieten Universitätsklinik Halle und der Burgen­landkreis zusammen 75 Millionen Euro für den Weiterbetrieb. Demnach sollen 35 Millio­nen Euro von der Uniklinik Halle kommen, die im Gegenzug mit 51 Prozent der Anteile die Mehrheit halten würden.

Die Landesregierung müsste der Uniklinik Halle das Kapital zur Verfügung stellen. Sach­sen-Anhalts Finanzmi­nister Michael Richter (CDU) äußerte sich zurückhaltend. Es müsse das Ergebnis des Verfahrens abgewartet werden, sagte er der Zeitung. Vorher verbiete sich politische Einmischung. © dpa/aerzteblatt.de

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