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Suizide in Bayern weiter zurückgegangen

Donnerstag, 5. Dezember 2019

/kolotype, stock.adobe.com

München – In Bayern haben sich im Jahr 2017 1.597 Menschen das Leben genommen, 141 weniger als im Vorjahr. Darauf hat das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebens­mittelsicherheit (LGL) hingewiesen. „Im langfristigen Trend sind die Zahlen bei beiden Geschlechtern deutlich zurückgegangen und befinden sich auf einem historischen Tief­stand“, heißt es in dem Bericht.

Gegenüber dem Jahr 1980 ist die Zahl der Suizide in Bayern 2017 laut dem LGL um rund 29 Prozent gesunken, bei den Frauen mit gut 50 Prozent deutlich stärker als bei den Männern mit etwa 18 Prozent. Der Anteil der Männer an allen Suizidfällen betrug 2017 knapp 77 Prozent.

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Dem LGL zufolge gilt weiterhin der Trend, dass Suizide mit höherem Alter häufiger wer­den, vor allem bei den Männern ab dem 70. Lebensjahr. „Der Anstieg der Suizide im Alter ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass im hohen Lebensalter Kontaktverluste und Verein­samung zunehmen, Depressionen öfter unbehandelt bleiben und schwere körperli­che Krankheiten häufiger werden, die psychisch belastend sind“, heißt es in dem Bericht.

Viele Suizide könnten vermieden werden, wenn gefährdete Menschen schneller qualifi­zier­te Hilfe erhalten würden, beispielsweise über Krisendienste und eine bessere Steu­erung suizidaler Patienten über Hausärzte, teilte das LGL mit.

Aufklärung, Enttabuisierung und verantwortungsvolle Medienarbeit seien ebenfalls von Bedeutung. Darüber hinaus sollten Suizidwege erschwert werden, dazu zähle das Ent­schär­fen von örtlichen oder baulichen „Hotspots“, das Verkleinern der Packungsgrößen von Analgetika und Zugangsbeschrän­kungen zu Schusswaffen und Pestiziden, so die Autoren des Berichtes. © hil/aerzteblatt.de

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